HONAMAS: Knapper zweiter SiegWorld League Halbfinale in Johannesburg, Vorrunde: Südafrika - Deutschland 3:4 (0:1)

DANAS: Starkes Finale verlorenWorld-League-Turnier in Johannesburg, Finale: USA – Deutschland 4:3 n. Penaltyschießen (1:1, 0:0)

Bundestag 2019 in GrünstadtDer Pfälzer Club richtet DHB-Bundestag im Rahmen seines 100-jährigen Vereinsjubiläums aus

Herzbruch erlitt KreuzbandrissDie MRT-Untersuchung nach dem Spiel ergab einen Riss des vorderen Kreuzbandes

····

HONAMAS: Knapper zweiter Sieg gegen die Gastgeber

World League Halbfinale in Johannesburg, Vorrunde: Südafrika - Deutschland 3:4 (0:1)

13.07.2017 - Die deutschen Herren haben auch ihr zweites Vorrundenspiel beim World-League-Halbfinalturnier gewonnen. Allerdings zeigte das Kermas-Team nur im dritten Viertel das volle Potenzial, als man von 1:0 auf 4:1 davonzog. Danach aber verlor die Mannschaft noch einmal komplett die Linie, kassierte zwei Eckentore und musste am Ende sogar noch um den Dreier zittern, als die Hausherren teilweise in doppelter Überzahl auf den Ausgleich drückten. Am Samstag (18 Uhr) kommt es nun zum Duell mit Olympia-Silbermedaillengewinner Belgien, das seine beiden bisherigen Vorrundenspiele deutlich klarer gewann als die Deutschen.

Stefan Kermas: „Das war ein Spiel mit Aufs und Abs. Im ersten Viertel hatten wir Probleme mit deren Speed. Südafrika ist sehr körperlich in dieses Match reingegangen. Zweites und drittes Viertel gehen klar an uns. Da haben wir sehr gut aufgebaut, die Schnittstellen stimmten und wir haben uns viele Chancen erarbeitet. Aber im letzten Viertel schaffen wir es wieder nicht, deren Endspurt zu verteidigen. Die Eckenquote gegen uns gefällt mir gar nicht. Da müssen wir uns im individuellen Abwehrverhalten gegen die noch stärkeren Gegner steigern. Die Defensive Qualität reicht noch nicht, um ein Spiel klar zu dominieren. Aber wieder ein guter Lerneffekt für uns.“ 
Timm Hertzbruch: „Wir haben uns definitiv gesteigert zum Ägypten-Spiel. Das zweite und dritte Viertel waren auch wirklich gut gegen extrem griffige und gute Südafrikaner und vor toller Kulisse. Im letzten Viertel hat Südafrika nochmal richtig Druck gemacht. Das Spiel wurde sehr hektisch. Und wir sind nicht mehr so in unser Passspiel gekommen. Wir sind allerdings auch durch Karten gegen uns geschwächt worden. Letztlich finde ich den Sieg aber verdient!“
Dieter Linnekogel: „Wir sind erst einmal glücklich über den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Bis zum 4:1 war das ein gutes Match von uns. Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir Südafrika nochmal haben rankommen lassen. Auf der anderen Seite hat es auch gezeigt, dass hier alle Teams mitspielen können. Gegen Belgien brauchen wir eine weitere Steigerung, aber wenn die Lernkurve weiter so nach oben geht, dann können wir auch denen Paroli bieten – auch wenn die zurzeit gut drauf sind.“

Die DHB-Auswahl startete ohne Christopher Rühr in diese Partie, weil der Kölner leicht angeschlagen war und geschont wurde. Die HONAMAS starteten mit Druck und schnürten die Hausherren bald ein. Südafrika stand in der Defensive so tief, dass oft alle Mann am Viertel standen. Doch mit dem ersten Angriff bekam Südafrika eine Strafecke (4.), die Tom Grambusch aber brillant ablief. Die erste Großchance hatte dann das DHB-Team, als Wellen links von der Grundlinie vor Tor passte, aber Keeper Rassie Pieterse vor Miltkau den Ball klären konnte. Im Gegenangriff musste dann auch Appel, der heute das Tor hütete, erstmals eingreifen.
Und eine Unachtsamkeit von Tom Grambusch bescherte Südafrika in der 8. Minute die zweite Ecke. Und da musste Appel gleich zwei Mal gut parieren, ehe die Gefahr geklärt war. Noch lief es nicht optimal im deutschen Spiel. In der Offensive zu viele Fehlpässe und hinten stimmte die Zuordnung oft nicht perfekt. Und so hatte Julius, als Tom Grambusch einen Rettungsschlag verfehlte, die Großchance auf die Führung der Gastgeber, doch der junge Angreifer schlug links neben das Tor (13.). So ging das erste Viertel mit Vorteilen für Südafrika zu Ende. Durchaus also Korrekturbedarf für Bundestrainer Kermas in der ersten Pause.
Die DHB-Auswahl suchte dann nach Kontrolle, hatte auch viel Ballbesitz, aber bekam durch Ungenauigkeiten im Passspiel und Annahme auch ab und an Konter gegen sich. Und dann hatte Timm Herzbruch mit einem schnell ausgeführten Rückhandschuss die beste deutsche Chance, doch Pieterse reagierte exzellent (21.). Wellen hatte die nächste Schusschance, wurde aber noch im letzten Moment geblockt (23.). Herzbruch schoss zwei Minuten später über das Tor. In der 27. Minute verhängte Haider Rasool eine sehr umstrittene Ecke gegen Trompertz, die eine weitere nach sich zog. Rasool gab dann sogar Siebenmeter nach einem Nachschuss, doch zum Glück sah der angerufene Videoschiedsrichter, dass es lediglich Müllers Schläger war.
Und den Gegenangriff nutzten die Deutschen nach Rechtsangriff zum eigenen Führungstreffer, als Moritz Trompertz einen Abpraller mitnahm und per Schrubber Pieterse überwand (27.). Mats Grambusch erarbeitete ganz clever in der 30. Minute die erste Ecke. Und da bekam der Kapitän selbst am rechten Pfosten die Schusschance mit der hohen Rückhand, doch die Kugel ging links am Tor vorbei. Das DHB-Team im zweiten Viertel schon stärker als noch im ersten, aber die Führung war zu diesem Zeitpunkt etwas glücklich.

Doch eine starke Einzelaktion von Niklas Wellen brachte früh das 2:0 in der zweiten Hälfte, als der Krefelder über die linke Grundlinie ging, einen Abpraller gedankenschnell wieder aufnahm und aus kurzer Distanz Pieterse überwand (32.). Die Deutschen in dieser Anfangsphase viel griffiger und strukturierter. Eine weitere Einzelaktion von Wellen zog die zweite deutsche Ecke nach sich. Die führte nicht sofort zum Erfolg, aber Tom Grambusch konnte einen Abpraller kontrollieren und zu seinem Bruder durchstecken, der mit einem Drehschuss zum 3:0 (34.) traf.
Doch ein Fehler von Ferdinand Weinke hätte fast zum Anschlusstreffer geführt. Julius traf aber nur den linken Innenpfosten (37.). Im Anschluss jedoch die fünfte Ecke für die Gastgeber. Und die schlenzte Spezialist Austin Smith links oben in den Winkel zum 1:3 aus Sicht des Afrika-Champions. Aber die HONAMAS hatten die Antwort sofort parat. Timm Herzbruch kam über links und traf flach ins lange Eck (38.). Die Südafrikaner nahmen den Videobeweis, um ein Spielen mit der falschen Seite zu ahnden, das aber wurde vom Videoschiedsrichter klar abgewiesen. Das Tor zählte und Südafrika verlor das Anrufungsrecht.
Südafrika verstärkte danach noch einmal seine Bemühungen. Halkett kam aus spitzem Winkel auch frei zum Schuss, verfehlte das Tor aber deutlich links (42.). Wellen danach wieder mit einem unwiderstehlichen Solo, aber der Torschuss konnte von Pieterse so gerade noch um den linken Pfosten gedreht werden. Reese Broen musste dann mit Grün auf die Strafbank für den Rest des Viertels. Die Deutschen zogen ein Powerplay auf, und Fürk hatte eine Großchance, die vereitelt wurde. So konnte das DHB-Team mit einem sehr starken dritten Viertel die Partie vorentscheiden, wobei man sich auch vom zwischenzeitlichen 1:3 nicht aus der Ruhe bringen ließ.
Im letzten Viertel sah Weinke früh Grün für ein Stockfoul (48.). Am Ende der Strafzeit holte sich das Gastgeber-Team dann auch seine sechste Ecke (50.). Und dieses Mal ließ Austin Smith den Ball links unten ans Torbrett knallen. Es stand nur noch 2:4. Als Herzbruch auf dem Weg zum Kreis gefoult wurde, gab es die dritte deutsche Ecke (51.). Die misslang aber als 90-Grad-Variante. Im Gegenzug erneut Ecke für Südafrika, da die deutsche Abwehr unsortiert wirkte und Windfeder ein Stockfoul unterlief (52.). Doch dieses Mal war Appel bei Smiths Schlenzer zur Stelle.
Es war in dieser Phase nicht so kontrolliert wie im dritten Viertel. Wellen sah dann Grün vom schwachen Schiedsrichter Rasool (54.). Dadurch wieder Unterzahl fürs DHB-Team. Und kurz darauf zeigte Rasool seinem Kollegen eine Ecke an, die wohl auch keine war. Und die ging ins Tor, weil Robinson Smiths Stecher noch abfälschte (56.). Doch auch hier wieder eine gute Antwort von den HONAMAS, als Herzbruch einleitete und Windfeder vollstreckte. Doch obwohl die Gastgeber keinen Videobeweis mehr hatten, nahm Rasool diesen nach Protesten selbst und es wurde auf ein Fußspiel von Herzbruch entschieden (57.), der allerdings vorher eckenwürdig gefoult worden war, was aber eben nicht Gegenstand des Videobeweises war.
Die Südafrikaner nahmen für die letzten dreieinhalb Minuten den Keeper für einen elften Feldspieler vom Feld und drückten. Etwas Glück, als Walgraff in guter Position am Ball vorbei schlug (58.). Als Trompertz dann Gelb für ein Stockfoul sah, wurde es noch einmal richtig gefährlich. Windfeder bekam eine Flanke an den Fuß und es gab 55 Sekunden vor Ende die nächste Strafecke. Doch Appel hielt den Schlenzer super. Und die Deutschen brachten den Vorsprung damit über die Zeit.

Tore:
-
---
0:1       Moritz Trompertz (27.)
------
0:2       Niklas Wellen (32.)
0:3       Mats Grambusch (KE, 34.)
1:3       Austin Smith (KE, 37.)
1:4       Timm Herzbruch (38.)
---
2:4       Austin Smith (KE, 50.)
3:4       Jonathan Robinson (KE, 56.)

Ecken:
RSA 9 (3 Tore) / GER 3 (1 Tor)

Schiedsrichter:
Haider Rasool (PAK) / Dave Dowdall (ENG)

 

 

 

 

 

Pool-Partner

 

 

 

Reise-Partner