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BJT: Zwei markante Änderungen

Ohne große personelle Änderungen geht der Bundesjugendvorstand (BJV) des Deutschen Hockey-Bundes in die nächste zweijährige Amtsperiode. Beim 56. Bundesjugendtag im sächsischen Meerane wurde das Team unter Führung von DHB-Vizepräsidentin Jugend, Marie-Theres Gnauert, ohne Gegenkandidaten und ohne Gegenstimmen wiedergewählt.

Einziges neues Gesicht im BJV ist Alina Rinke (Koblenz) als Jugendsprecherin. Sie nimmt den Platz von Friederike Jessen ein, die wiederum zur Bundesmädchenwartin aufrückte. Die Position hatte Jessen schon ein Jahr lang kommissarisch betreut, nachdem Mädchenwartin Anette Breucker für den ausgeschiedenen Dietmar Alf die Aufgaben des Jugendsportwarts übernommen hatte.

Thematischer Schwerpunkt der zweitägigen Zusammenkunft mit insgesamt 70 Teilnehmern aus Bundes-, Landesverbands- und Vereinsvertretern war die Neuorganisation der Deutschen Feldmeisterschaft der Jugend. Hier ging es zum einen um die Zuteilung der pro Altersklasse 16 Teilnehmerplätze für die Zwischenrunden. Erfolgte dies bisher zentral über den DHB, der die Plätze im Verhältnis zur Größe des Spielverkehrs (Anzahl Mannschaften) für jeden Landesverband Jahr für Jahr neu verteilte, so werden erstmals ab 2018 feste Quoten vorab vergeben.

Die Regionalverbände sind künftig in der Pflicht, ihr Kontingent (sechs Plätze für den Süden, vier für West, sechs für Nord-Ost, wobei letztere unterteilt sind in vier Plätze für Hamburg/Schleswig-Holstein und Bremen/Niedersachsen sowie zwei Plätze für den Ostdeutschen Hockey-Verband) unter ihren Landesverbänden sportlich auszuspielen. Der neue Weg soll allen Regionen eine Planungssicherheit geben und schafft vor allem die bisherigen Vorrundenspiele ab, die oft hohe Kosten verursachten und häufig von kurzfristigen Absagen begleitet waren. „Die Regionen sind komplett in der Verantwortung. Wir wollen bis zum nächsten Jugendsportseminar im November erste Grundlagen für diese Vorqualifikationen schaffen“, kündigt die BJV-Vorsitzende an.

Schon ab 2017 rückt der BJV von der jahrelangen Praxis ab, dass die Ausrichter der Endrunden erst nach Abschluss der Zwischenrunden bestimmt wurden. Künftig sollen die Feld-Endrunden mit den Siegern der vier Zwischenrundenturniere pro Altersklasse genauso wie die Deutschen Hallenmeisterschaften zur Ausrichtung ausgeschrieben werden. Die Vergabe an einen Bewerber erfolgt dann mehrere Monate vor dem Spieltermin. Bis 15. April will der DHB die Ausschreibung für die DM-Endrunden im Herbst fertig haben. Möglichst bis Mitte Juni sollen die Ausrichter der sechs Turniere am 21./22. Oktober 2017 gefunden sein.

Der Bundesjugendtag beschäftigte sich neben dem Schwerpunkt Feld-DM auch noch einmal mit der „Rostocker Erklärung“ zum Thema Vereinswechsel von Jugendlichen. „Nach vierjähriger Testphase mit Anwendung in einigen Landesverbänden müssen wir feststellen, dass der eingeschlagene Weg nicht weiter praktikabel ist“, sagt Marie Gnauert und verweist hier neben dem umfangreichen Formalismus insbesondere auf die „fehlende rechtliche Handhabe“ der Landesverbände, Vereinswechsel vermeiden oder zumindest kontrollieren zu können.

 Intensiv beschäftigten sich die Delegierten auch mit dem von Jugendreferentin Karolin Hüner ausgearbeiteten Statistik-Bericht. Auch wenn zwei Landesverbände noch mit Daten hinterherhinken, so konnte Hüner trotzdem zahlreiche interessante Tabellen vorlegen. Mit Stand 1. Januar 2017 verfügen in Deutschland gemäß Passdatei 38.336 Jugendliche einen Spielerpass, wobei der weibliche Teil (19.802) etwas größer ist als der männliche (18.534). Das ist gegenüber 2016 ein Zuwachs von knapp 1700 Pässen oder 4,58 Prozent. Der Verein mit den meisten im Verbandsspielverkehr teilnehmenden Jugendmannschaften war in der Feldsaison 2016 der UHC Hamburg mit 41 Teams.

Foto: Der neue Bundesjugendvorstand des DHB: Von links Michael Steinmann,  Kilian Fischedick, Felix Gantenbein, Laura Scherer (nur Mitglied in der  Jugendvertreterkommission), Marie-Theres Gnauert, Anette Breucker, Wibke  Weisel, Michael Wallroth und Alina Rinke. Die weiteren BJV-Mitglieder  Friedrike Jessen, Gaby Schmitz und Ivo Breitenbruch fehlten  entschuldigt.

 

 

 

 

 

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