EHL: Mülheim mit Glück weiterBessere Tordifferenz entscheidet zu Gunsten des deutschen Vertreters / Nur Remis gegen Dinamo Elektrostal

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Euro Hockey League: Uhlenhorst Mülheim mit Glück weiter

Bessere Tordifferenz entscheidet zu Gunsten des deutschen Vertreters / Nur Remis gegen Dinamo Elektrostal

09.10.2017 - Die Herren von Uhlenhorst Mülheim hatten bei der ersten Runde der Euro Hockey League in Barcelona (ESP) mehr Mühe als erwartet und sind am Ende auch mit etwas Glück ins KO16-Turnier an Ostern 2018 in Rotterdam (NED) eingezogen.

Dabei war zum Auftakt gegen das walisische Team Cardiff & Met noch alles nach Plan gelaufen. Der deutsche Vertreter dominierte das Geschehen nach Belieben und ging schon nach sieben Minuten durch Gabriel Ho-Garcia in Führung, der das erste "double goal" der EHL-Geschichte erzielte, denn die EHL übernahm testweise zu dieser Saison die Regel aus der Hockey India League, wonach Feldtore doppelt zählen. Mülheim ließ in der ersten Halbzeit noch einige Chancen aus, lediglich Malte Hellwig traf in der 29. Minute noch einmal zum 4:0-Pausenstand.

Doch der HTCU belohnte sich für das dominante Auftreten mit weiteren Toren im dritten und vierten Viertel. Thilo Stralkowski traf in der 31. Minute per Strafecke, was als Treffer nur einfach zählte. Doch Malte Hellwig stellte dann mit einem weiteren Feldtor nach 40 Minuten schon auf 7:0. Tobias Matania und Jan Schiffer per Strafecke machten den hoch verdienten 10:0-Auftakterfolg perfekt.

>> Highlights zum Spiel gegen Cardiff & Met

Das zweite Gruppenspiel gegen den russischen Vizemeister Dinamo Elektrostal hatte man zuvor bereits als das schwierigere ausgemacht. Und das sollte sich bewahrheiten. Die Russen überraschten die Mülheimer mit einer hohen Laufbereitschaft und schnellen Kontern, die vom Ersatz geschwächten und mit vier, fünf Jugendspielern angetretenen HTCU-Team zum Teil naiv verteidigt wurden. Beide Teams vergaben in den ersten 30 Minuten bereits hervorragende Einschussmöglichkeiten, bis ein Fußspiel auf der Torlinie zum Siebenmeter für die Russen führte, den Mikhail Proskuriakov verwandelte.

Als Proskuriakov kurz nach dem Seitenwechsel per Strafecke als Ablage-Variante auf 3:0 stellte, war der Druck für Mülheim groß. Doch die Ruhrstädter hielten stand. Thilo Stralkowski fing einen katastrophalen Pass aus der russischen Abwehr ab, wartete geduldig auf den richtigen Moment, brachte den Ball aufs Tor, wo ihn Keegan Pereira noch über die Linie drückte (37.). Stralkowski verwandelte vier Minuten vor Schluss dann auch die Strafecke zum 3:3 sicher, was am Ende genügte, um in die nächste Runde einzuziehen.

Mülheim konnte sich am Ende bei Cardiffs Jack Pritchard bedanken, der im Gruppenspiel gegen Dinamo Elektrostal Sekunden vor Schluss noch das Feldtor zum 2:11 erzielt hatte. So war Mülheim in der Endabrechnung von Gruppe B um ein einziges Tor besser als die punktgleichen Russen und zog als Gruppensieger ins KO16-Turnier ein.

"Wir müssen uns wirklich bei Cardiff für dieses Tor in letzter Sekunde bedanken", atmete Mülheims Trainer Omar Schlingemann merklich durch. "Im ersten Spiel waren wir noch sehr souverän, aber gegen Elektrostal waren wir zum Teil sehr überrascht, wie stark die athletisch waren. Wir waren naiv in der Kontersicherung und haben unsere eigenen Chancen nicht genutzt. Wir hatten beste Gelegenheiten, etwa durch Matania und Hellwig, die man nutzen muss, um die Partie zu entscheiden. Aber schlussendlich haben wir die nächste Runde erreicht, das war das Ziel. Für diese junge Mannschaft war das ein gutes Erlebnis, wir haben sehr viel dazugelernt. Jetzt freuen wir uns, dass wir in Rotterdam noch mit dabei sind."

>> Highlights zum Spiel gegen Dinamo Elektrostal

(Foto: Worldsportpics.com)

 

 

 

 

 

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