DANAS: Lorenz rettet PunktWorld-League- Halbfinalturnier, Vorrunde: Deutschland – Irland 2:2 (0:1)

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DANAS: Nike Lorenz rettet den verdienten Punkt

World-League- Halbfinalturnier, Vorrunde: Deutschland – Irland 2:2 (0:1)

10.07.2017 - Die deutschen Damen haben in einem hochdramatischen Spiel gegen Irland ein 2:2 (0:1) erkämpft und dadurch die Tabellenführung in ihrer Gruppe verteidigt. Allerdings lag die Mannschaft früh 0:1 zurück und konnte, trotz übermächtiger Dominanz im zweiten und dritten Viertel, erst vier Minuten vor Ende ausgleichen. Irland holte mit der einzigen Chance der zweiten Hälfte die Führung zurück. Doch die DANAS konnten in den letzten 45 Sekunden noch zurückschlagen – Nike Lorenz, beim DHB-Team beste Spielerin des Matches, traf per Ecke zum mehr als verdienten Ausgleich. Olympiasieger England ist am Freitag, 14. Juli, um 18 Uhr nun nächster Gruppengegner.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Das war ein verdienter Punktgewinn, wie ich finde, und eine sehr engagierte Performance des Teams, mit hohem Einsatz und Leidenschaft. Wir müssen noch lernen, solche Spiele zu gewinnen, in denen nicht alles optimal läuft, man zig Ecken hat, und es ist auch passend, dass wir mit der Mannschaft noch nicht ganz so weit sind. Aber wir holen den Punkt und zeigen viel Leidenschaft, bringen Spielkontrolle und hohes Tempo rein. Die jungen Spielerinnen lernen in solchen Spielen, wie sie sich auf diesem Niveau bewegen müssen. Ich finde, das hatte heute viel, was man von einer deutschen Mannschaft sehen möchte.“

Kapitänin Janne Müller-Wieland: „Es war sicherlich etwas glücklich, dass wir am Ende noch den Punkt geholt haben. Aber wir waren auch selbst schuld, dass es so eng wurde. Bis zum Spiel gegen England müssen wir an einigen Themen arbeiten – unter anderem an den Ecken.“

Lisa Altenburg: „Von der Struktur her war das heute deutlich besser als im ersten Match. Wir wussten allerdings, dass wir die Gegenkonter vermeiden mussten und bei Ballverlusten schneller umzuschalten hatten. Allerdings müssen wir auch einfach mal das Tor treffen! Wir hatten massig Torchancen, spielen die aber nicht clever genug zu Ende. Da könnte man am Ende noch gezielter schießen oder zur besser postierten Mitspieler ablegen. Da sind wir noch zu hektisch. Doch durch das 2:2 ist die Ausgangssituation noch ganz gut. Jetzt haben wir drei Tage frei, können den Akku neu aufladen und die Themen in Ruhe besprechen.“

Es gab einen etwas unsortierten Start des Teams, das im Vorwärtsgang von Irland überrascht wurde und erst eine gute Aktion von Janne Müller-Wieland vor dem eigenen Tor klärte die Gefahr, als eine Angreiferin frei am langen Pfosten den Ball dadurch nicht bekam. Erst langsam kam etwas mehr Struktur ins Spiel, so dass die Angriffsbemühungen des DHB-Teams gefährlicher wurden. Altenburg verfehlte aus mittlerer Position im Kreis das Tor mit einem Schuss nur knapp links (7.). Doch auch auf der anderen Seite hatten die Irinnen in Person von Emily Beatty plötzlich freie Schussbahn, doch die Angreiferin schoss rechts neben das Tor (9.).

Irland hatte etwas mehr vom Spiel zu diesem Zeitpunkt, war aggressiver und gedanklich schneller. Ein Schlenzer leitete einen guten Konter ein, der die erste Ecke für Irland nach sich zog (12.). Die misslang zwar in der Ausführung, doch Nike Lorenz fälschte einen Schrubber von der Ablage unhaltbar für Julia Ciupka ins eigene Tor zum 0:1 (12.) ab. Immer wieder brachten Fehler in der Offensive die Irinnen in Konterposition. So war das 0:1 zur ersten Viertelpause zwar kein herausgespieltes Produkt, aber trotzdem nicht unverdient für die Iren.

Die Deutschen nach der ersten Pause mit viel Druck. Altenburg hatte zwei Chancen, die Keeperin Ayeisha McFerran vereitelte. Dann die erste Ecke für die DANAS, doch McFerran war gegen Lorenz‘ Schlenzer auf dem Posten (18.). Das DHB-Team blieb am Drücker. Ein Schuss von Viktoria Huse ging ans linke Außenbrett (20.). Marie Mävers erarbeitete die zweite Ecke in der 22. Minute. Wieder rettete Keeperin McFerran stark – dieses Mal gegen Stapenhorsts Schlenzer. Das deutsche Team nicht immer glücklich mit den Entscheidungen der russischen Schiedsrichterin. So nahm Müller-Wieland in der 25. Minute einen Videobeweis, um sich eine Ecke zu holen, was auch Erfolg hatte.

Dieses Mal versuchte es Viktoria Huse, doch erneut parierte McFerran im Tor der Iren. Kurz darauf hätte es wieder Ecke geben müssen, was Eskina anders sah. Die Deutschen weiter klar am Drücker. In der 27. Minute dadurch erneut Strafecke, doch der Stecher von Camille Nobis vor Tor ging über die Latte. Ana O‘Flanagan sah dann Gelb kurz vor der Halbzeit, so dass die Deutschen länger in Überzahl spielen konnten. Vor der Pause hatte das aber noch keinen Erfolg. Es blieb beim 0:1, obwohl das deutsche Team das zweite Viertel so deutlich dominiert hatte, dass Irland nicht einmal im deutschen Kreis war.

Die Deutschen hatten zu Beginn des dritten Viertels noch drei Minuten Überzahl, die auch gute Kreisszenen brachten. In der 33. Minute wieder Ecke für Deutschland, die in der Ausführung zu unpräzise war. Das Powerplay hielt an. Nach einem Foul an Mävers gab es die sechste Ecke (34.). Stapenhorsts Schlenzer ging knapp links neben das Tor. Danach konnte sich Irland erstmals nach 20 Minuten wieder ein wenig befreien und selbst ein paar offensive Akzente setze, ohne aber in den Kreis zu kommen.

Nach einem Konter über rechts konnte erneut McFerran in höchster Not vor der Torlinie klären (37.). Viktoria Huse sah in der 39. Minute eine Gelbe Karte und musste auf die Strafbank. Doch in Unterzahl gab es Strafecke und Gelbe Karte für McCay, als diese Stapenhorst auf dem Weg in den Kreis umrannte. Erneut ging die Ausführung nicht perfekt über die Bühne, doch im Nachschuss trudelte ein Ball von Stapenhorst knapp am langen Pfosten vorbei.

Altenburg verpasste eine gute Stecherchance nach Granitzki-Flanke (43.). Es hätte inzwischen 4:1 oder 5:1 für die Deutschen stehen können, aber so lag das DHB-Team zum Ende des dritten Viertels immer noch 0:1 zurück. In der 47. Minute nahmen die Deutschen erneut den Videobeweis, um eine Ecke zu bekommen, aber die Videoschiedsrichterin konnte keine klare Entscheidung treffen. Altenburg landete dann nach einem Zusammenstoß auf der Schulter und musste draußen behandelt werden. Irland operierte nur noch mit langen Schlenzern und hatte durch O’Flanagan auch eine gute Stecherchance im Konter, tat aber nichts fürs Spiel.

Ansonsten war es weiter ein Anrennen der Deutschen, die n der 51. Minute eine riesen Chance für Nobis hatten, die an McFerran und im Nachschuss an einer aufgerückten Verteidigerin scheiterte. Dann erneut eine Großchance für Stapenhorst, die an McFerran scheiterte. Upton musste in der 53. Minute für fünf Minuten auf die Strafbank nach Foul an Wortmann. Somit Überzahl in der Schlussphase. Mülders nahm dazu auch noch Ciupka runter und spielte mit Lorenz als elfter Feldspielerin.

Teschke und Notman hatten die nächsten Großchancen, scheiterten aber auch an McFerran. Dennoch wieder Ecke fürs DHB-Team. Und nun war diese endlich erfolgreich. Von der Ablage passte Lorenz auf Wortmann am langen Pfosten, die zum überfälligen 1:1 (56.) traf. Lorenz blieb aber auf dem Feld, die Deutschen in doppelter Überzahl. In der 57. Minute erneut Videobeweis, dieses Mal von den Iren, die eine Eckenentscheidung anzweifelten. Und sie bekamen Recht. Dann sah Müller-Wieland auch noch Gelb, musste für den Rest der Partie auf die Strafbank.

Nun die Deutschen also in Unterzahl. Und das wurde tatsächlich noch bestraft. 45 Sekunden vor Schluss begünstigte bei einem Konter schlechtes individuelles Abwehrverhalten ein Tor für Irland, als Duke dann ins leere Tor einschieben konnte. Doch die Deutschen gaben sich nicht geschlagen, holten noch eine Ecke, die eine Schlussecke nach sich zog. Und die verwandelte Lorenz links unten. Da in der Ausführung die Schlusssirene ertönte, gab es nochmal Videobeweis. Doch der Treffer wurde anerkannt. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1       Zoe Wilson (KE, 14.)
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1:1       Amelie Wortmann (56.)
1:2       Deirdre Duke (60.)
2:2       Nike Lorenz (KE, 60.)

Ecken:
GER 9 (2 Tore) / IRL 2 (1 Tor)

Schiedsrichterinnen:
Elena Eskina (RUS) / Hyun Young Kang (KOR)

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