"Thema Inklusion AKTIV leben"Bericht vom dsj-Juniorbotschafter-Seminar / Von Leonie Göttling

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"Thema Inklusion AKTIV leben"

Bericht vom dsj-Juniorbotschafter-Seminar / Von Leonie Göttling

14.07.2017 - Durch einen Zufall habe ich von einem Seminar zur Ausbildung von Juniorbotschafter/-innen für Teilhabe und Vielfalt der Deutschen Sportjugend (dsj) gehört und nach kurzer Erläuterung, um was es dort geht, wollte ich unbedingt mitmachen.

Um was handelt es sich hierbei?

Junge Erwachsene im Alter von ungefähr 18 bis 25 sollen erlernen, wie man Inklusion AKTIV bewegen und voranbringen kann. Juniorbotschafter/-innen sind Motivatoren für andere, indem sie zum Beispiel im eigenen Verein Projekte zum Thema Inklusion vorstellen und ankurbeln. Man wird aufgefordert, sich für die Teilhabe aller Menschen einzusetzen.
Um sich offiziell Juniorbotschafter/-in nennen zu dürfen, muss man an mindestens zwei Seminaren teilnehmen. Bei diesen ist es insbesondere wichtig, dass Begrifflichkeiten und Grundsätze im Bereich Inklusion geklärt werden und die Teilnehmer für das Thema sensibilisiert werden. Des Weiteren wird an jedem Seminarwochenende ein weiteres Thema aus dem Bereich Softskills erarbeitet sowie inklusive Sportpraxis erprobt.

Mit Kreativität Hindernissen begegnen

Im letzten Seminar sind wir gemeinsam die UN-Menschenrechtskonvention durchgegangen, haben geklärt, wo der Unterschied zwischen Exklusion, Integration und Inklusion ist, und verschiedene Beeinträchtigungen kennengelernt. Dabei war nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis wichtig. Wir haben beispielsweise Spiele so abändern müssen, dass sowohl Blinde als auch Hörbeeinträchtigte und Gehbeeinträchtigte an den Spielen teilhaben können. Mit Rollstühlen, Brillen, Schlafmasken und Kopfhörern imitierten wir ein paar der Beeinträchtigungen und konnten so herausfinden, ob unsere Ideen tatsächlich funktionieren oder ob man sie nochmal überdenken muss.

WheelMap, leichte Sprache und Medien

Wir haben viele interessante Menschen kennengelernt, wie zum Beispiel Andi Weiland von den "Sozialhelden". Die Sozialhelden haben unter anderem die WheelMap ins Leben gerufen, die anzeigt, wo es rollstuhlfreundliche Cafés gibt. Des Weiteren haben wir uns mit der Sprache befasst. Zum einen mit der „leichten Sprache“ und zum anderen auch der Wortwahl und Darstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen in den Medien und dem Umfeld. Warum zum Beispiel redet man von „an den Rollstuhl gefesselt“? Der- oder diejenige ist doch nicht mit Seilen an den Rollstuhl gebunden worden. Auch Bilder, die in den Medien benutzt werden, haben wir unter die Lupe genommen. Wieso steht so oft die Beeinträchtigung im Mittelpunkt und nicht das Miteinander? Hier lohnt es sich, einen Blick auf die Seite der "Leidmedien" zu werfen, die einem da weiterhelfen können (Leidmedien.de).

Wir haben mit Nico Messinger, der eine Sehbeeinträchtigung hat, und seinem Trainer Michael Huhn geredet. Nico Messinger ist im Nordic Paraski Team. Sie haben uns unter anderem erklärt, wie das Training und die Wettkämpfe ablaufen. Auch hier durften wir ausprobieren, wie es ist, mit einem Lasergewehr für Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu schießen (es macht einen bestimmten Summlaut, wenn man auf der Zielscheibe ist – so wie eine Mücke).

Als Fazit ist zu sagen, dass das Wochenende zur Ausbildung zum Juniorbotschafter/-in der dsj nicht nur unglaublich informativ, sondern sehr ideenreich und horizonterweiternd ist und einfach nur Spaß gemacht hat! Manche Seminarteilnehmer/-innen haben erst mal „nur“ Ideen, die noch ausgearbeitet werden müssen, andere haben schon ein eigenes Projekt und wieder andere helfen erst einmal bei einem anderen Projekt mit. Wichtig ist, dass wir das Thema Inklusion weiter vorantreiben und AKTIV mitgestalten.

Als Juniorbotschafter möchte ich nicht nur wissen, um was es sich beim Thema Inklusion handelt, sondern ich möchte es selbst LEBEN. Wer mehr darüber wissen möchte, kann einfach auf die Webseite der Deutschen Sportjugend und auf die Website der Deutschen Behindertensportjugend gehen. Neben den Juniorbotschafter/-innen für Teilhabe und Vielfalt gibt es auch solche für Dopingprävention, Kinder- und Jugendschutz im Sport, und nachhaltige Entwicklung im Sport. 

Leonie Göttling, Frankenthal (Fotos: DSJ)

 

 

 

 

 

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