SOA fasst weitere BeschlüsseDer Spielordnungsausschuss des DHB hat verschiedene Beschlüsse zur Änderung der SPO DHB gefasst, die mit Wirkumg zum 1. August in Kraft treten.

DANAS: Erster mit weißer WesteDamen-EM in Amsterdam, Vorrunde: Irland - Deutschland 1:5 (1:2)

alugha mit DHB-Teams bei EMMultilinguale Videoplattform gibt als DHB-Turniersponsor Einblicke hinter die Kulissen

Hallen-WM: TicketvorverkaufJetzt Karten kaufen für das Highlight in Berlin / Erste Besteller können VIP-Upgrades gewinnen

····

SOA fasst weitere Beschlüsse

Der Spielordnungsausschuss des DHB hat verschiedene Beschlüsse zur Änderung der SPO DHB gefasst, die mit Wirkumg zum 1. August in Kraft treten.

07.08.2017 - Der Spielordnungsausschuss des DHB hat auf seiner Sitzung am 25./26. März 2017 in Köln und nachfolgend im schriftlichen Verfahren verschiedene Beschlüsse zur Änderung der SPO DHB gefasst. Nachdem das Präsidium diese Beschlüsse gemäß § 29 Abs. 4 DHB-Satzung bestätigt hat, sind diese einheitlich zum 1. August 2017 in Kraft getreten. Im Folgenden werden die wesentlichen inhaltlichen Änderungen beschrieben:

1) Gemischte Mannschaften oberhalb der untersten Liga (§ 4 Abs. 4 Buchst. d) 
Auf Antrag des Westdeutschen Hockey-Verbandes hat der SOA eine Änderung  des § 4 Abs. 4 Buchst. d) vorgenommen und den Landeshockeyverbänden die  Kompetenz eingeräumt, künftig gemischte Mannschaften bis einschließlich  zur Oberliga zuzulassen. Hierfür bedarf es entsprechender Regelungen in  der Zusatzspielordnung des jeweiligen Landeshockeyverbandes; in ihnen  kann festgelegt werden, bis zu welcher Spielklasse und unter welchen  Voraussetzungen eine solche gemischte Mannschaft möglich ist. Dort kann  auch eine maximale Anzahl an Spielern des jeweils anderen Geschlechts  festgelegt oder etwa der Einsatz jugendlicher Spielerinnen in  Herrenmannschaften ausgeschlossen werden. Für den Jugendbereich können  die Landeshockeyverbände weiterhin grundsätzlich unbegrenzt gemischte  Mannschaften zulassen; ihnen ist allerdings die Teilnahme an Spielen um  die Deutsche Meisterschaft verwehrt.

2) Möglichkeit der Sondergenehmigung für Kinder, in einer  niedrigeren Altersklasse zu spielen (Inklusion) (§ 4 Abs. 4, Buchst. e1)  
Aus verschiedenen Landeshockeyverbänden kam die Anregung, eine  Sonderregel zu schaffen, die es ermöglicht, Kindern mit verzögertem  Entwicklungsstand auch das Mitspielen in der nächsttieferen Altersklasse  zu ermöglichen (mit dem Ziel der Inklusion). Der SOA hat den  Landeshockeyverbänden nunmehr in § 4 Abs. 4 Buchst. e1 eine  entsprechende Kompetenz eingeräumt; damit können die Verbände in ihrer  Zusatzspielordnung jeweils Regelungen schaffen, die die Erteilung  solcher Sondergenehmigungen in begründeten Ausnahmefällen ermöglicht.  Ausgeschlossen bleibt eine Teilnahme von Spielern in der nächsttieferen  Altersklasse aber dann, wenn die betroffene Mannschaft solche  Meisterschaftsspiele bestreitet, die der Qualifikation zur Deutschen  Meisterschaft der Jugend dienen. Mit dieser Kompetenzerweiterung wird  damit vom Grundsatz abgewichen, nach dem Jugendliche nur für die  Jugendaltersklasse, der sie angehören, und für die nächsthöhere Jugendaltersklasse spielberechtigt sind (§ 20 Abs. 2).

3) Zulassung von Spielgemeinschaften (§ 4 Abs. 4 Buchst. j)
Die SPO DHB gibt vor, unter welchen Voraussetzungen  Landeshockeyverbänden die Zulassung von Spielgemeinschaften gestattet  ist. Die bisherigen Beschränkungen haben sich als zum Teil zu weitgehend  und praxisfern herauskristallisiert. Es soll nunmehr geregelt werden,  dass Spielgemeinschaften auch über die Dauer von zwei Jahren hinaus  möglich sind. Zudem sind sie nicht erst dann zulässig, wenn sie dem  Bestand eines Vereins sicherstellen.

4) Spielzeit in den Bundesligen, Regelung der Länge der Halbzeitpause (§ 17 Abs. 1 und 6, § 37 Abs. 1)
Nachdem der SRA beschlossen hat, dass die Bundesligen künftig mit einer  Spielzeit von 4 * 15 Minuten ausgetragen werden sollen, hat der SOA die  Regelung über die Spielzeiten in § 17 entsprechend angepasst. Sofern  eine – vorerst nicht verbindliche, aber gleichwohl wünschenswerte –  40-Sekunden-Uhr („shot clock“) vorhanden ist, ist diese auch vom  Zeitnehmer zu steuern. Außerdem wird nunmehr die Länge der Viertel- und  Halbzeitpausen verbindlich und ähnlich wie die Spielzeiten teilweise  abweichend von den Regeln, aber im Einklang mit der bisherigen Praxis  (bei einer Spielzeit von mehr als 2 * 20 Minuten 10 statt 5 Minuten)  festgeschrieben. Weitere Einzelheiten, etwa zum Zeitstopp nach der  Verhängung einer Strafecke und nach dem Erzielen eines Tores, sind Teil  der Regeln und der Veröffentlichung des SRA zu entnehmen.

5) Klarstellungen im Zusammenhang mit der Spielberechtigung für die Feld-Rückrunde in den 1. Bundesligen (§ 21 Abs. 5)
Für die 1. Bundesligen ist der 1. April kein regulärer Wechseltermin.  Eine Ausnahme vom Wechselverbot in der laufenden Saison in den 1.  Bundesligen besteht allerdings für Spieler, die im Vorjahr noch für die  Altersklasse der Jugend spielberechtigt waren. Denn sie konnten zum 1.  August (also zum Saisonbeginn) nicht regulär wechseln. Aufgrund der  bisherigen Formulierung des § 21 Abs. 5 Satz 2 („spielberechtigt waren“)  ist in Zweifel gezogen worden, ob sich auf diese Ausnahme auch  Jugendliche berufen können, die im Vorjahr für gar keinen deutschen  Verein spielberechtigt waren, sondern aus dem Ausland zu einem deutschen  Verein wechseln. Da auch für Jugendliche, die von einem ausländischen  Verein zu einem deutschen Verein wechseln wollen, der 1. August kein  regulärer Wechseltermin ist, sollen auch sie zum 1. April in einen  Erstligaverein wechseln können; daher wird künftig in § 21 Abs. 5 Satz 2  klargestellt, dass alle Jugendlichen, die im Vorjahr einer Altersklasse  der Jugendlichen angehört haben (auf die Spielberechtigung kommt es  daher nicht mehr an), zum 1. April auch zu einem Verein, dessen  Mannschaft in der 1. Bundesliga spielt, wechseln können.
Der SOA hat zudem festgestellt, dass nach dem aktuellen Wortlaut der SPO  DHB ein Spieler, für den ein Verein – ohne dass ein Vereinswechsel  vorliegt – nach dem 1. August einen Spielerpass beantragt hat, in der 1.  Bundesliga zwar im ersten Saisonteil, nach dem Wortlaut der bisherigen  Regelung des § 21 Abs. 5 dagegen nicht im zweiten Saisonteil (ab 1.  April) eingesetzt werden darf, wenn er nicht für alle Spiele des ersten  Saisonteils spielberechtigt war. Dieser Sonderfall war bei der  Formulierung des § 21 Abs. 5 nicht bedacht worden. Künftig wird  klargestellt, dass ein solcher Spieler auch in der Rückrunde eingesetzt  werden darf.

6) Änderungen bei der Stammspielermeldung (§ 22)
Bislang waren Stammspielermeldungen vor dem ersten Meisterschaftsspiel,  welches der Verein in dieser Altersklasse austrägt, beim Staffelleiter  abzugeben (bzw. nun elektronisch auszufüllen). Um klarere Fristen zu  haben, die nicht von dem Anpfiff eines konkreten Spiels abhängen, wird  nun geregelt, dass diese Meldung spätestens am Tag vor diesem ersten  Meisterschaftsspiel erfolgen muss (§ 22 Abs. 1).
Klarstellend wird zudem geregelt, dass nicht nur dann, wenn eine  Mannschaft vor dem ersten Spiel keine Stammspielermeldung abgegeben hat,  alle auf dem Spielberichtsbogen eingetragenen Spieler einer Mannschaft  ab dem ersten Spiel als Stammspieler dieser Mannschaft gelten, sondern  dass Entsprechendes gilt, wenn zwar eine Stammspielermeldung rechtzeitig  abgegeben worden ist, diese aber unvollständig (zu wenige Spieler) war  (§ 22 Abs. 3).
Eine weitere Änderung betrifft die vereinfachte Rückmeldung im  Feldhockey nach § 22 Abs. 5 Buchst. b und c. Sie werden bislang erst mit  der Bestätigung durch den Staffelleiter wirksam. Dies führte bislang  dazu, dass die Wirksamkeit einer Rückmeldung, deren Voraussetzungen etwa  erst nach einem Samstagsspieltag gegeben waren, für den folgenden  Sonntag davon abhing, ob der Staffelleiter erreichbar war und seine  E-Mails rechtzeitig beantwortete. Künftig wird eine solche Rückmeldung  unabhängig von einer Antwort durch den Staffelleiter wirksam am Tag nach  Eingang der Mitteilung beim Staffelleiter. Damit hängt die Wirksamkeit  der vereinfachten Rückmeldung nicht mehr von Faktoren ab, die die  Vereine selbst nicht beeinflussen können. Die betroffenen Vereine tragen  aber ohne Nachricht durch den Staffelleiter das Risiko, dass sie das  Vorliegen der Voraussetzungen einer Rückmeldung fehlerhaft eingeschätzt  haben.

7) Elektronische Kadermeldung (§ 22 Abs. 8),  elektronischer  Spielberichtsbogen (§ 32) und Gewährung rechtlichen Gehörs (§ 50 Abs. 7)
Nachdem der elektronische Spielberichtsbogen in den Bundesligen  erfolgreich getestet worden ist, soll er nun flächendeckend eingeführt  werden. Der SOA hat in der SPO DHB die verpflichtende Nutzung des  elektronischen Spielberichts für alle Bundes- und Regionalligen ab dem  1. August 2017, für alle Oberligen ab dem 1. August 2018 und für alle  Verbandsligen ab dem 1. August 2019 festgeschrieben. Für den  Jugendbereich wird eine verpflichtende Nutzung ab dem 1. April 2019  angestrebt. Den Landeshockeyverbänden bleibt es freigestellt, in ihrem  Zuständigkeitsbereich die verpflichtende Nutzung des elektronischen  Spielberichtsbogens auch schon für einen früheren Zeitpunkt vorzusehen.
Da die Nutzung des elektronischen Spielberichtsbogens voraussetzt, dass  jeder Verein für seine Mannschaften jeweils die Kader meldet, ist die  Verpflichtung der elektronischen Kadermeldung mit Wirkung vom 1. August  2017 auf alle Ligen erstreckt worden (§ 22 Abs. 8). Dies gilt auch für  Ligen, in denen der elektronische Spielberichtsbogen vorerst nicht  genutzt wird. Denn hierdurch wird den Staffelleitern die Verwaltung der  Ligen erheblich vereinfacht, gleichzeitig erhalten die betroffenen  Vereine die Möglichkeit, jederzeit Einsicht in die für sie relevanten  Daten (Anzahl der Einsätze ihrer Spieler) zu nehmen.

Da der elektronische Spielberichtsbogen keine zweite Unterschrift der  Betreuer nach Spielschluss mehr kennt, hat der SOA die frühere Regelung  des  § 50 Abs. 7 Satz 2 SPO DHB aufgehoben, nach der die Gelegenheit  zur Stellungnahme hinsichtlich solcher Vorfälle, die von den  Schiedsrichtern im Spielberichtsbogen eingetragen worden sind, als  gewährt galt und eine Stellungnahme der Betroffenen innerhalb von vier  Tagen nach dem Vorfall beim Zuständigen Ausschuss in Textform  eingegangen sein musste. Künftig muss der Zuständige Ausschuss vor einer  Entscheidung stets die Betroffenen anschreiben und ihnen Gelegenheit  zur Stellungnahme in einer angemessenen Frist gewähren.

8) Klarstellungen im Zusammenhang mit Spielsperren (§ 23)
Klarstellend wird geregelt, dass ein Spieler, der aufgrund einer roten  Karte eine Spielsperre verbüßt, erst am Tag, nachdem der Spieler das  letzte Spiel seiner Sperre abgesessen hat, wieder spielberechtigt ist (§  23 Abs. 5). Bislang war unklar, ob ein Spieler, der etwa um 12 Uhr das  letzte Spiel einer Sperre, die Folge einer roten Karte in einem  Meisterschaftsspiel der 1. Mannschaft war, absitzt, um 13 oder 14 Uhr  bei einem Spiel der 2. Herren mitwirken kann.
Klargestellt wird auch, dass bei Turnieren nicht nur die Schiedsrichter,  sondern auch der Turnierausschuss die Kompetenz hat, unsportliches  Verhalten von Spielern und Betreuern im Spielberichtsbogen zu vermerken  (§§ 23 Abs. 6, 35 Abs. 9).

9) Festinstallierte Uhr in den 1. Bundesligen (§ 31 Abs. 1 Buchst. b)
Inzwischen ist eine festinstallierte Uhr in den 1. Bundesligen (Feld)  Standard. Dieser Standard beruht bislang auf einer Selbstverpflichtung  der Bundesligavereine, soll jetzt aber auch in der SPO DHB  festgeschrieben werden. Von Sanktionen im Fall eines Verstoßes wird  vorerst noch abgesehen.

10) Einheitlicher Spielball (§ 31 Abs. 3)
In der vergangenen Saison gab es Beschwerden einzelner Vereine, dass der  Heimverein etwa für die Ausführung von Strafecken andersartige Bälle  auf das Spiel geworfen hat. Um dieser Unsitte entgegenzuwirken, wird –  einem Antrag der Bundesligavereinsversammlung vom 27.11.2016  entsprechend – festgelegt, dass in einem Meisterschaftsspiel stets  einheitliche Bälle verwendet werden müssen. Zudem erhält die  Bundesligavereinsversammlung die Kompetenz, für die Bundesligen nähere  Anforderungen an die Bälle insgesamt festzulegen. So könnte sie etwa  einen einheitlichen Spielball für alle Bundesligen vorgeben.

11) Zwingender 6-Punkte-Abzug bei schuldhaften Nichtantreten in der Bundesliga (§§ 39 Abs. 6, 42 Abs. 4) 
Tritt eine Mannschaft zu einem Meisterschaftsspiel schuldhaft nicht an,  erfolgt gemäß § 25 Abs. 1 u.a. ein automatischer Abzug von 3 Punkten.  Für die Bundesligen war bislang im Fall eines schuldhaften  Nichtantretens ein weiterer zwingender Punktabzug von 6 Punkten  vorgesehen, der vom Zuständigen Ausschuss nach eigenem Ermessen entweder  für die laufende oder für die folgende Saison vorgenommen werden  konnte. Damit sollte sichergestellt werden, dass kein Bundesligist etwas  aus Kostengründen ein für ihn unbedeutendes Meisterschaftsspiel  ausfallen lässt. Fälle der vergangenen Saison haben gezeigt, dass ein  solch zusätzlicher Punktabzug aber auch im Fall eines fahrlässigen  Nichtantretens (verspätete Abfahrt, Nichteinplanung angekündigter  Verkehrsbehinderungen) zwingend erfolgen müsste. Dies wird als  unverhältnismäßig angesehen. Ein zusätzlicher Punktabzug kann künftig  nur im Fall eines vorsätzlichen Nichtantretens erfolgen.

12) Turnierbestimmungen für Endrunden um die Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren (§§ 46 Abs. 3, 47 Abs. 3)
Endspiele bzw. Endrunden um die Deutschen Meisterschaften der Damen und  Herren sind das herausragende Event des Clubhockeys in Deutschland.  Angesichts des Zuschauerinteresses, der erhöhten Medienverpflichtungen  einschließlich möglicher Anforderungen durch das Fernsehen erscheint es  notwendig, besondere Bestimmungen für Endrunden besondere Regeln zu  beschließen. §§ 46 Abs. 3, 47 Abs. 3 sehen nun die Möglichkeit des  Erlasses solcher Turnierbestimmungen explizit vor. Die  Turnierbestimmungen als solche sind noch nicht endgültig verabschiedet,  sondern sollen vor Veröffentlichung auch noch mit anderen Gremien (BLVV  etc.) abgestimmt werden. Sie werden daher erst im Laufe der Saison, aber  rechtzeitig vor der Anfang Februar anstehenden Deutschen  Hallenmeisterschaft der Damen und Herren veröffentlicht werden.

 Die aktuelle Fassung der Spielordnung wird in wenigen Tagen auf hockey.de abrufbar sein.

 

 

 

 

 

Pool-Partner

 

 

 

Reise-Partner