DANAS: Am Ende Platz 6World-League-Finalturnier, um Platz 5.: Argentinien – Deutschland 4:0 (2:0)

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DANAS beenden Turnier auf Rang sechs

World-League-Finalturnier, um Platz 5.: Argentinien – Deutschland 4:0 (2:0)

24.11.2017 - Die deutschen Damen haben das World-League-Finalturnier in Auckland (NZL) auf Platz sechs abgeschlossen. Die ersatzgeschwächten DANAS unterlagen dabei, wie schon im Vorrundenspiel, dem Weltranglisten-Dritten Argentinien deutlich. Vor allem in der Vorwärtsbewegung lief an diesem Tag nicht viel zusammen. Die „Las Leonas“ deutlich gefährlicher und konsequenter in ihren Aktionen, so dass der 4:0-Sieg (2:0) für sie auch absolut verdient war. 

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ein etwas enttäuschender Abschluss dieses Turniers, denn Argentinien war in vielen Aspekten besser als wir, was man eingestehen muss. Wir schließen hier auf unserem Weltranglistenplatz sechs ab. Auch das müssen wir so annehmen. Es war heute insbesondere die Physis, in der sie uns überlegen waren. Auch wenn wir mehrere Verletzungen zu kompensieren hatten – so etwas kann im Laufe eines Turnieres halt immer passieren und darf dann trotzdem nicht so stark ins Gewicht fallen. Bei der WM in August sind die Argentinierinnen auch in unserer Gruppe. So ist eine klare Aufgabe, dass wir bis dahin mehr auf Augenhöhe kommen.“

Anne Schröder, die als heutige Kapitänin ihr 100. Länderspiel absolvierte, ergänzte: „Es ist schon ziemlich enttäuschend für uns, weil wir das Turnier unbedingt mit einem Sieg beenden wollten. Es war dann mehr eine Lehrstunde für uns. Aber das ist auch nichts Dramatisches, denn wir waren hier mit einem sehr jungen, zum Teil noch recht unerfahrenen Team. Wir können daraus viel lernen. Und wir verlieren lieber hier gegen Argentinien als nächstes Jahr bei der WM.“

Das DHB-Team musste in dieser Partie auf Routinier Janne Müller-Wieland verzichten, die mit einer Muskelverletzung passen musste. Die Argentinierinnen, die ihr Viertelfinale gegen die Neuseeländerinnen nach dem Durchmarsch in der Vorrunde sehr überraschend verloren hatten, machten von Beginn an Druck und hatten ihre erste Ecke in der 2. Minute, die aber über das Turnier gestochen wurde. Im Gegenangriff auch die erste Großchance der DANAS, als Lisa Altenburg auf Camille Nobis passte, deren Block nur Zentimeter am linken Pfosten vorbeiging. Danach kamen die Deutschen gut mit dem starken Pressing der Las Leonas zurecht, kombinierten sich sehr gut raus und holten sich nach schönem Linksangriff über die Grundlinie ebenfalls ihre erste Ecke (8.).
Der folgte eine zweite Ecke, die aber verstoppt wurde und zum Gegenkonter führte. Dort führte Eugenia Trinchinetti den Ball über die linke Grundlinie und hatte Glück, als ihr Querpass an den rechten Pfosten, wo niemand stand, an Hannah Granitzkis Bein ging, von wo er ins Tor sprang. Das deutsche Team verlor dabei auch das Videoschiedsrichter-Anrufungsrecht. Die DANAS ließen sich nicht verunsichern, sondern hatten kurz darauf eine Riesenchance durch Marie Mävers, deren Vorhandschuss von Keeperin Belen Succi aber exzellent gehalten wurde.
Eine, wie leider so oft in diesem Turnier fragwürdige Entscheidung der schwachen Schiedsrichterin Lin Miao, die gegen Cecile Pieper einen nicht eingehaltenen Abstand pfiff, obwohl diese klar fünf Meter weg war, brachte dann eine Ecke für die Leonas und das 2:0, als Agustina Habif von der Rausgabe-Position unter das Dach schlenzte. Miao blieb weiter ein katastrophaler Faktor, als sie Anne Schröder kurz darauf eine Grüne Karte gab, als diese während des Pfiffes den Ball berührte und die Chinesin das als absichtliches Ballwegspielen wertete. Dadurch die Deutschen Ende des Viertels in Unterzahl.
Noelle Rother musste kurz nach Start des zweiten Viertels einen völlig freien Schuss aus der Kreismitte mit ganz starker Reaktion ins untere linke Eck halten. Es wurde fast skurril, als die kroatische Schiedsrichterin Marie Mävers für ein bloßes Kopfschütteln eine Karte gab, nachdem vorher eine Argentinierin die andere Schiedsrichterin sogar regelrecht beschimpft hatte bei einer Entscheidung. Die Deutschen damit schon wieder in Unterzahl. Die DHB-Damen spielten die Unterzahl aber stark und ohne Gefahr runter. Ein sehr guter Angriff über rechts brachte die erste deutsche Chance dieses Viertels, die Succi aber gut entschärfte (27.). Immerhin sah dann auch Argentinien mal eine Karte 30 Sekunden vor der Halbzeit, als Magdalena Fernandez ein Stockfoul beging.

Zur Pause war die Führung für Argentinierin zwar nicht unverdient, aber die DANAS hatten viel besser dagegengehalten als noch beim 1:4 in der Vorrunde und mussten dabei auch noch die zum Teil haarsträubenden Entscheidungen der Unparteiischen verkraften, die eindeutig nicht die Qualität dieses guten Matches hatten. Die Deutschen versuchten, das kurze Überzahlspiel zu nutzen, hatten aber keine Großchance, bis Argentinien wieder komplett war.
Leider blieben die Schiedsrichterinnen ihrer indiskutablen Leistung treu. Cecile Pieper sah eine Gelbe Karte von der Kroatin wegen eines leichten Körperkontaktes in der Rückwärtsbewegung (34.). Nun fünf Minuten Unterzahl für die Deutschen. In der 38. Minute holten die Argentinierinnen ihre dritte Ecke, die aber stark entschärft wurde. Kurz vor Piepers Rückkehr die vierte Ecke nach gefährlichem Spiel im deutschen Kreis. Doch erneut machte die deutsche Eckenabwehr einen guten Job. Interessanter Weise gab die Kroatin den Argentinierinnen für Meckern keine Karte, die sie Mävers für ein bloßes Kopfschütteln sofort gezeigt hatte.
Ein Ballverlust im Aufbau brachte Argentinien in der 42. Minute in Konterposition, die die Leonas gut ausspielten, so dass Delfina Merino am linken Pfosten am Ende frei zum 3:0 Einschrubben konnte. Die DHB-Damen jederzeit bemüht, das Spiel selbst zu machen, aber sie kamen kaum mal gefährlich ins Viertel des Südamerikameisters. Dementsprechend ging es mit einem Drei-Tore-Rückstand ins letzte Viertel.
Hier hatte Charlotte Stapenhorst nach Rechtsangriff eine gute Chance, als sie einen Stecher im Reinspringen aber nicht voll traf. Leider klappte im Sturm an diesem Tag wenig, selbst wenn der Ball mal mit Mühe in die Spitze getragen wurde, waren die Anschlussaktionen fast immer zu hektisch, so dass die ohnehin extrem stark verteidigenden Las Leonas selten wirklich Mühe hatten. Und so führten die Konter der Südamerikanerinnen immer wieder zu Gefahr, wie in der 50. Minute, als die Kroatin ein Tor mit ihrer eigenen Videoschiedsrichter-Anrufung noch wieder annullieren ließ.
In der 53. Minute knickte Hannah Granitzki bei einem Pass um und verletzte sich das Knie ohne Gegnereinwirkung. Die Alsteranerin konnte nicht mehr eingreifen. Pieper hatte eine gute Chance in der 56. Minute, als Succi den Rückhandschrubber aber aus dem bedrohten kurzen Eck fischte. Drei Minuten vor Ende nahm Reckinger dann Noelle Rother für eine elfte Feldspielerin vom Platz. Stapenhorst wurde in der 60. Minute im Kreis freigespielt, konnte Succi aber aus kürzester Distanz nicht überwinden. Als die Deutschen in der nächsten Kreisszene erneut auf einen Eckenpfiff Lin Miaos warteten, der aber nicht kam, spielten die Las Leonas den Konter erneut clever aus und konnten durch Merino noch das 4:0 nachlegen.

Tore:
1:0       Eugenia Trinchinetti (8.)
2:0       Agustina Habif (KE, 12.)
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3:0       Delfina Merino (42.)
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4:0       Delfina Merino (60.)

Ecken:
ARG 3 (1 Tor) / GER 2 (keine Tore)

Schiedsrichter:
Lin Miao (CHN) / Ivona Makar (CRO)

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