Dr. Hugo Budinger gestorbenDer dreifache Hockey-Olympiateilnehmer und Gründer der Trainerakademie starb am Wochenende

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Dr. Hugo Budinger gestorben

Der dreifache Hockey-Olympiateilnehmer und Gründer der Trainerakademie starb am Wochenende

10.10.2017 - Mit großer Anteilnahme hat man beim Deutschen Hockey-Bund die Nachricht vom Tode Dr. Hugo Budingers aufgenommen. Der dreifache Hockey-Olympiateilnehmer starb am Wochenende in Köln im Alter von 90 Jahren. Budinger war das Gesicht des deutschen Hockeysports in der Nachkriegszeit und hat sich als Gründer und langjähriger Leiter der Deutschen Trainerakademie große Verdienste um den deutschen Sport erworben. Seit 2011 war er Mitglied der "Hall of Fame des Deutschen Sports".

DHB-Präsident Wolfgang Hillmann: "Die deutsche Hockeyfamilie hat mit Prof. Dr. Hugo Budinger eine langjährige besondere Führungspersönlichkeit des Deutschen Hockey-Bundes verloren. Viele seiner zukunftsorientierten Ideen tragen noch heute zu den Erfolgen des Verbandes bei - wie Stützpunkttrainingssystem, Leistungssportzentren, Ligasystem, Systematisierung der Trainerausbildung, wissenschaftliche Forschung als Partner der Weiterentwicklung des Hockeysports, Einleitung des Umstiegs von Naturrasen- zu Kunstrasenhockey und vieles mehr. Wir werden ihm dafür stets dankbar sein und ihm einen besonderen Platz im Herzen der nationalen und internationalen Hockeyfamilie bewahren."

Der gebürtige Düsseldorfer Hugo Budinger nahm als Spieler von Rot-Weiss Köln bereits 1952 an den Olympischen Spielen in Helsinki teil (Viertelfinal-Aus gegen die Niederlande). Vier Jahre später gehörte er als Mittelstürmer zur deutschen Auswahl, die in Melbourne olympisches Bronze gewann. Als Budinger 1960 in Rom zum dritten Mal als Aktiver an Olympischen Spielen teilnahm, wo die Mannschaft letztlich Platz sieben erreichte, war er Spieler, Spielertrainer und Teammanager in einer Person. Insgesamt 58 Mal trug der charismatische Sportwissenschaftler das Nationalmannschaftstrikot. Nach seinem Karriereende 1961 wurde Budinger ins DHB-Präsidium gewählt, dem er 26 Jahre lang als Sportwart und Vizepräsident angehörte. In seine Amtszeit fielen etliche wichtige Innovationen im Hockeysport.

Als Querdenker war Budinger weit über das Hockey hinaus hoch angesehen. Nach seiner Zeit als Dozent an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) wurde er 1975 als Gründungsdirektor an die Deutsche Trainerakademie berufen, die er bis zu seiner Pensionierung 1993 leitete.Nebenbei promovierte er 1979 in der Sportwissenschaft an der DSHS und wurde 1990 aufgrund seiner Verdienste im Fachgebiet Bewegungs- und Trainingslehre zum Professor ehrenhalber berufen. Budinger war zudem persönliches Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees und gehörte ab 1993 dessen Ältestenrat an. Lange war Hugo Budinger noch ein stiller aber intensiver Beobachter der deutschen Hockeyszene, auch wenn er in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so oft dazu kam, Spiele "seines Hockeysports" zu besuchen.

Die Urnenbeisetzung findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt.

 

 

 

 

 

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