Wertschätzende KommunikationProjekt NextCoach kooperiert mit einer Kommunikations-Expertin

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„Wertschätzende Kommunikation“ – DHB-Bundestrainer bilden sich weiter

Projekt NextCoach kooperiert mit einer Kommunikations-Expertin

27.11.2017 - Ellenbogen-Mentalität, hierarchische Denkmuster und autoritärer Umgangston – all das prägt häufig den Sport und gilt oft als nötige Härte, um Gewinner hervorzubringen. Der Deutsche Hockey-Bund hat mit acht führenden Hockey-Trainern und Mitgliedern seines innovativen Trainer-Projektes NextCoach wertschätzende Kommunikation als ein neues, wertvolles Tool für Trainer in den Fokus genommen und einen Workshop mit der renommierten Business- und Kommunikationstrainerin Beate Brüggemeier durchgeführt. Die Trainer haben dort diese innovative und in der Wirtschaft bewährte Kommunikationsmethode an Praxisbeispielen aus dem Sport kennengelernt und erprobt.

Einzigartiger Ansatz im Sport
„Dieser Ansatz ist meines Wissens im Sport einzigartig“, so André Henning, Head-Coach von Erstligist Rot-Weiss Köln und Initiator des Workshops, der vom Förderverein „Freunde des Hockeys e.V.“ unterstützt wurde. Für ihn ist klar, dass Kommunikation eines der wichtigsten Tools für den Erfolg im Trainer-Alltag ist. Geprägt von kurzfristigen Herausforderungen, zunehmender Komplexität und der geforderten Flexibilität, müssen die drängenden Fragen gemeinsam mit dem Team und dessen Umfeld zeitnah geklärt werden: Aber wie ist der richtige Weg? Wie transportiere ich als Trainer die wichtigen Inhalte, ohne dass Spieler oder Mitarbeiter auf der Strecke bleiben? „Je wertschätzender die Kommunikation mit dem Team ist, desto höher die Chance einen gemeinsamen Erfolg zu generieren und ein starkes Team zu formen“, sagt Herren-Bundestrainer Stefan Kermas.

Gemeinsam neue Welten entdecken
„Es war überraschend, wie schnell sich Beate Brüggemeier in die besprochenen Situationen aus dem Sportalltag hineinversetzen und diese klar analysieren konnte“, sagt U21-Bundestrainer Valentin Altenburg. „Mit praktischen Tipps und verschiedenen Rollenspielen hat sie es immer wieder geschafft uns mitzunehmen.“ Der Workshop Anfang November 2017 im Taunus war für beide Seiten ein Einblick in neue Welten und ging weit über den eigenen Tellerrand hinaus.

Alte Denk- und Verhaltensmuster aufbrechen
Nominierungsgespräche, Auseinandersetzung mit Staff und Spielern sowie das Festsetzen von Teamzielen – das sind herausfordernde Situationen, für die es die passende Kommunikation braucht. Für die Trainer ist nun klar: Wertschätzende Kommunikation ist ein sehr spannender Weg, um alte Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen. „Wenn wir zukünftig in stressigen und herausfordernden Situationen auf diese Weise mit dem Spieler oder dem Team kommunizieren könnten, erreichen wir durch Empathie die Stabilität und Sicherheit, die die Mannschaft braucht. Das ist ein großer Durchbruch“, betont Stefan Kermas. Auch für die Kommunikation im Verband sehen alle Trainer Potenzial: Sich eingebunden fühlen und sich mit seinen Ideen und Vorstellungen einbringen können, das stärke und verbessere das Gesamtsystem und macht uns gemeinsam erfolgreicher!

Techniktraining für den Kopf: 
„Wertschätzende Kommunikation ist beim Sport wie das Techniktraining: Erst geht es durch den Kopf und läuft noch nicht rund. Es braucht Übung, um es zu automatisieren“, beschreibt Ulrich Forstner (Bundestrainer Wissenschaft) das Tool. Für Kommunikationstrainerin Beate Brüggemeier liegt der Schlüssel des Erfolgs im bewussten Umgang mit Sprache. Denn sie kann verbinden oder trennen. Die wertschätzende Kommunikation bietet eine Kombination aus überzeugender, klarer und kurzer Sprache, gepaart mit einfühlsamem Zuhören der Fakten sowie dem Anerkennen von Gefühlen und Werten bei sich und beim anderen. Diese Erkenntnisse lösten bei den beteiligten Trainern echte Begeisterung aus. Dies ist der Beginn eines werteorientierten Wandels für Respekt, Vertrauen, Teamgeist, Menschlichkeit und Empathie, alles mit bewusster Kommunikation und Sprache.
„Es ist großartig, dass sich der Sport nun dafür öffnet“, sagt Beate Brüggemeier. „Für mich war das Kommunikationstraining mit den führenden Hockey-Trainern Deutschlands ein Highlight: Offen, zielbewusst, diszipliniert und mit einem schnellen Transfer auf eigene Beispiele – einfach Power ohne Ende, auch nach 12 Stunden Workshop!“

NextCoach ist ein innovatives Projekt des Deutschen Hockey-Bundes, das 2014 mit dem Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Klöckner (Konstanz) als Projektleiter gegründet wurde, um eigene Trainer fortzubilden und zukunftsweisend aufzustellen. Mittlerweile steuert sich die Gruppe selbst. Der Name NextCoach leitet sich aus dem Verständnis ab, dass es heutzutage immer schnellere Herausforderungen für Trainer gibt, denen sie sich mit einem flexiblen, sich ständig auf den neuesten Stand gebrachten Wissen stellen müssen, um mit der zunehmenden Komplexität umzugehen. Der DHB ging mit der Gründung einen neuen Weg als Trainerinitiative.

 

 

 

 

 

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