„Entwicklungsphase nutzen!“Die DANAS wollen beim Four Nations Cup in Berlin die „wertvolle Woche“ gut nutzen

Reckinger übernimmt DANASDer zweifache Olympia-Teilnehmer aus Belgien übernimmt die deutschen Damen auf dem Weg nach London 2018

Jugend-DM: Endrunden komplett15 Vereine sind bei der DM-Entscheidung kommendes Wochenende dabei

Hallen-WM: Häner greift anNach Absage der Hockey India League setzt der HONAMAS-Kapitän ganz auf das Jahreshighlight in Deutschland

····

DANAS: „Entwicklungsphase optimal nutzen!“

Die DANAS wollen beim Four Nations Cup in Berlin die „wertvolle Woche“ gut nutzen

12.06.2017 - Für die DANAS beginnt am kommenden Donnerstag in Berlin beim Four Nations Cup im Hockeystadion Zehlendorf die heiße Phase vor den Saison-Highlights WM-Qualifikation (beim World League Turnier in Johannesburg, 8. bis 23. Juli) und Europameisterschaft (in Amsterdam, 18. bis 27. August). Bundestrainer Jamilon Mülders hat einen spannenden Kader aus erfahrenen Leistungsträgern und jungen Talenten am Start, der im Anschluss auch bei der WM-Qualifikation zum Einsatz kommt. „Die Woche in Berlin ist ungemein wertvoll für uns“, so Mülders, „weil wir viel Gelegenheit haben, miteinander zu arbeiten und Dinge zu entwickeln.“ 

Der Bundestrainer weiter: „Und wir werden das in aller Ruhe tun. Wir wissen um die Rahmenbedingungen – dass wir ein paar Pausierende wegen Verletzung und Studium haben, dass wir in den südafrikanischen Winter reisen werden, dass wir eine lange Pause durch die Bundesliga-Rückrunde hatten – aber das kann mich alles nicht aus der Ruhe bringen, denn die Erfolge der letzten beiden Jahre waren keine Zufälle. Wir haben sie durch kontinuierliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit erreicht. Und auch dieses Mal haben wir ein starkes Team und einen sehr guten Staff. Die Frauen, die wir in das Team nominiert haben, genießen mein volles Vertrauen. Sie haben alle positive Qualitäten, die sie ins Team einbringen können und müssen. All das erfolgt unabhängig von Alter und Erfolgen, sondern orientiert sich an den Notwendigkeiten des jeweiligen Spiels, den Prinzipien der Positionen und unseren Zielen. Die Durchmischung in Abwehr, Mittelfeld und Sturm ist jeweils so, dass immer verschiedene Parameter und Qualitäten zusammenkommen und wir immer die maximale PS-Zahl auf den Platz bringen können. Deshalb befinden wir uns jetzt in Berlin und auch zu Beginn in Johannesburg noch im Entwicklungsmodus und werden bis zum Viertelfinale in der WM-Qualifikation die optimale Leistung erreichen. Deutschlands Damenhockey ist wieder ein Powerhouse im Welthockey und wird nicht seine Bronzemedaille aus Rio verteidigen oder sich auf alten Erfolgen ausruhen, sondern greift neu an – jetzt, in Johannesburg und bei jedem Länderspiel. Unangenehm, unhöflich, athletisch kompakt und mit Speed versehen, dazu mit taktischer Intelligenz, hoher Individualität und enormem Willen: All das gilt es im Kampf um das WM-Ticket zu entfalten. In Berlin liegt somit ein Grundstein der Entwicklung dahin.“

Der unerfahrenste Mannschaftsteil sind die beiden Torhüterinnen Julia Ciupka und Lisa Schneider, die aber beide ebenfalls das absolute Vertrauen des Bundestrainers genießen, auch wenn sie noch nicht so viele Länderspiele absolviert haben. „Deutschland hatte immer schon ganz starke Torhüterinnen, und das ist auch jetzt so. Sie sollen dabei keinesfalls die Kopien ihrer Vorgängerinnen sein, sondern ihren eigenen Stil pflegen und durchsetzen.“

Bezüglich der Gegner in Berlin hat Mülders eine ganz bewusste Wahl getroffen. China ist in der Weltrangliste das Team mit dem höchsten Ranking. Nichtsdestotrotz gab es auch dort nach Olympia einen starken Umbruch. Und es soll wohl auch einen Wechsel auf der Trainerposition geben, der aber noch nicht verkündet ist. „Wir wissen noch nicht so recht, ob wir gern gegen China spielen, denn wir haben immer mal wieder große Schwierigkeiten. Umso schöner, dass wir sie in Berlin als Gegner treffen!“, so Mülders.

Einen Aderlass an etablierten Spielerinnen gab es nach Olympia auch in der koreanischen Mannschaft. Obwohl die Juniorinnen zuletzt nicht auf Top-Positionen bei der WM abschnitten, erwartet Jamilon Mülders trotzdem ein starkes Team in Berlin. Und Irland ist als Gruppengegner in der World League und bei der EM ohnehin ein ganz wichtiger Vorbereitungsgegner, auch wenn man dieses Jahr schon gegeneinander getestet hat. „Für uns toll, dass wir damit auch gegen den typisch britischen Spielstil testen können.“

Neben dem Platz werden die DANAS in den Tagen in Berlin ganz viele Themen in Kleingruppen aufarbeiten und entwickeln. Mit diesem Prinzip der Teilhabe und Beteiligung seien die Mannschaft und der Staff in den letzten Jahren sehr gut gefahren, betont der Bundestrainer. „Vieles, was uns stark macht, ist mit dem Input der Mädels entwickelt worden, und sie waren im Zentrum der Verantwortung für unseren Erfolg. Diesen Weg gehen wir weiter und nutzen ihre Qualität als Team weiter in einem intensiven Austausch.“

INFO:
Bereits am Mittwochabend um 18 Uhr wird es auf der Anlage des TC Blau-Weiss Berlin im Vorfeld des Four Nations Cups ein Testspiel gegen China geben!

>> Alle Infos zum Turnier auf der Eventseite

 

 

 

 

 

Pool-Partner

 

 

 

Reise-Partner