DANAS: Zweites Mal "zu Null"World-League: 3:0-Sieg gegen das von Ex-Bundestrainer Mülders betreute China

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DANAS: Zweiter „zu Null“-Erfolg in Auckland

World-League: 3:0-Sieg gegen das von Ex-Bundestrainer Mülders betreute China

19.11.2017 - Die deutschen Damen haben auch ihr zweites Gruppenspiel beim World-League-Finalturnier in Auckland (NZL) unter Neu-Bundestrainer Xavier Reckinger zu Null gewonnen. Der 3:0-Erfolg (2:0) gegen China, das neue Team von Ex-Bundestrainer Jamilon Mülders, fiel zwar etwas zu deutlich aus, da die Asiatinnen in der zweiten Hälfte mehr Spielanteile und Chancen hatten, doch da zeigte die junge Noelle Rother im deutschen Tor auch eine herausragende Leistung. Gegen Argentinien geht es am Dienstag um 6.00 Uhr deutscher Zeit nun um den Gruppensieg und damit eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinale.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ein Spiel zu Null ist gut, aber China hätte ein oder zwei Tore machen können, um ehrlich zu sein. Wir hatten einen guten Start ins Match mit den zwei Toren im ersten Viertel, aber es brauchte ein wenig, bis wir uns sortiert hatten. Es war nicht so gut wie gegen England, aber man merkt auch, dass die junge Mannschaft noch nicht ganz sicher im System ist. Das war deswegen heute eine gute Gelegenheit zu lernen, denn China hat uns ein paar Aufgaben gestellt, für die wir nicht gleich Antworten parat hatten. Gegen Argentinien im letzten Gruppenspiel wird es eine attraktive Herausforderung, auf die wir uns freuen.“

Torhüterin Noelle Rother: „Es war ein verdienter Sieg, wie ich finde. Wir sind gut gestartet, aber haben das Match im dritten und vierten Viertel etwas aus der Hand gegeben. Das Tor zum 3:0 war dann genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Co-Kapitänin Anne Schröder: „Ein sehr durchwachsenes Spiel, mit vielen Ballverlusten in den eigenen Reihen. Damit haben wir den Chinesinnen viele Chancen ermöglicht. Besonders im dritten Viertel hatten wir auch ein wenig Glück, dass China nicht zum Anschlusstreffer kam. Wir waren aber auch immer mit Kontern gefährlich, so dass ich denke, es war vielleicht ein bisschen zu hoher Sieg, aber letztlich doch verdient.“

Marie Mävers: „Wir sind konzentriert und richtig gut gestartet, haben in der ersten Hälfte stark gespielt. Die zweite Hälfte war dann lange nicht so gut. Daraus müssen wir mit dem jungen Team nun lernen. Die starke Torwartleistung hat uns die Null gerettet. Deshalb bin ich insgesamt sehr stolz auf die Mannschaft!“

Die Deutschen pressten gegen die junge, unerfahrene chinesische Mannschaft früh und machte Druck auf den Aufbau. Doch auch China versteckte sich nicht, presste früh und spielte gut mit. So war die Anfangsphase sehr ausgeglichen und zum Teil auch noch etwas zu hektisch im Spiel nach vorn. Und so entstand auch die Führung des DHB-Teams aus einem etwas unübersichtlicher Situation, als die Deutschen mehrfach den Ball schon fast verloren hatten, sich ihn aber zurückerkämpften, bis er zu Marie Mävers kam, die sich vor Torfrau Dongxiao Li einmal drehte und durch deren Beine ins Tor traf (10.). Kurz darauf gab es nach Foul an Cecile Pieper die erste Ecke, die Annika Sprink hart auf Li schlug, so dass wiederum Mävers im Fallen den Rebound zum 2:0 (13.) ins Netz beförderte.

Nach einem erneuten Turnover gab es die zweite Ecke fürs DHB-Team, die etwas misslang, doch Nike Lorenz kam noch zum Rückhandschuss, den Li aber stark parierte. Anne Schröder dabei am kurzen Pfosten überrascht, dass sie eine Volley-Nachschusschance bekam, so dass eine Verteidigerin noch klären konnte. Im Eckenkonter dann mal eine gute Chance für China, die Selin Oruz am rechten Pfosten stark entschärfte. Es blieb also bei der verdienten 2:0-Führung zur ersten Viertelpause.

Es ging auch danach mit der deutschen Überlegenheit weiter. Altenburg holte die dritte Ecke heraus (17.), die Hannah Granitzki aber einen halben Meter links neben das Tor schlug. China weiter unter Druck. Mävers holte die vierte Strafecke in der 21. Minute heraus, die jedoch erneut verstoppt wurde. Auch wenn China mal versuchte, selbst zu Offensivaktionen zu kommen, standen die Verteidigerinnen um Annika Sprink, Selin Oruz und Janne Müller-Wieland immer sehr gut und fingen die Bälle ab, bevor sie gefährlich werden konnten. Es war im zweiten Viertel aber im Vorwärtsgang oft nicht konzentriert genug, die Aktionen wurden nicht konsequent abgeschlossen, so dass die DANAS die Führung auch nicht ausbauen konnten.

Direkt nach der Pause sah Hannah Granitzki die Grüne Karte und musste für zwei Minuten auf die Strafbank. China bekam in Folge die erste Ecke. Und da konnte sich Noelle Rother, die heute das deutsche Tor hütete, erstmals gegen den Schlenzer aufs linke untere Eck auszeichnen. Wang hatte kurz darauf am linken Pfosten eine gute Chance, konnte den Ball aber nur deutlich neben das Tor lenken (33.). Die Unterzahl wurde dadurch unbeschadet überstanden. Im Gegenzug hatte Teresa Martin-Pelegrina nach starker Vorarbeit von Anne Schröder die Großchance auf das 3:0, traf aber aus vier Metern das Tor nicht.

Bundestrainer Reckinger konnte mit der Phase aber nicht zufrieden sein, denn das DHB-Team war nun hinten zu offen. Im Konter ließ China die nächste Chance fahrlässig aus. Vorne aber auch weiter gute Chancen. Charlotte Stapenhorst hatte eine Riesenchance nach starkem Solo, doch ihr Schuss wurde in letzter Sekunde über das Tor gelenkt. Ein Fuß von Schaunig gab China die zweite Eckenchance (37.), die Rausläuferin Amelie Wortmann stark über das Tor abfälschte. Dennoch das bislang schwächste Viertel der Deutschen in diesem Turnier. China holte sich die nächste Ecke (39.), die Rother stark parierte, aber Schaunig gefährlich klärte. So gab es Ecke Nummer fünf, die von der Ablage links am Tor vorbei geschrubbt wurde.

Lorenz sah vier Minuten vor Ende des Viertels wegen nicht eingehaltenen Abstands die zweite Grüne Karte, das DHB-Team dadurch erneut in Unterzahl. Viele Fehler im deutschen Spiel begünstigten Chancen für die Asiatinnen, die lediglich im Abschluss zu hektisch und ungenau waren, um den inzwischen verdienten Anschlusstreffer zu erzielen. Im Konter hatte Lisa Altenburg dann die Megachance auf das 3:0, doch Li klaute ihr im letzten Moment den Ball vom Schläger. Auch in der Anschlusssituation konnte sie einen Flankenball nicht verwerten.

So ging es mit dem 2:0 in die letzte Viertelpause, welches inzwischen etwas schmeichelhaft für die DANAS war, die sich nun wieder steigern mussten, um den sicher geglaubten Sieg zu realisieren. Und das ließ sich dann auch gut an. Marie Mävers brachte einen schnell ausgeführten Freischlag vors Tor, wo mehrere Deutsche den Ball knapp verpassten. Doch es war nun vor allem Rother zu verdanken, dass es weiter kein Gegentor gab. Die junge Torfrau rettete in der 50. Minute exzellent gegen einen Schuss aufs linke untere Eck. Im Konter setzte die frei durchgelaufene Stapenhorst einen Lupfer auf das Tor.

In der 54. Minute bekam China eine unberechtigte Ecke zugesprochen, die Rother und die Eckenabwehr aber erneut stark klärten. Und da China seine Ecken und Chancen nicht nutzte, war es dann doch endlich das DHB-Team, das den Sack zumachte, als Martin-Pelegrina einen Schuss von Lisa Altenburg zum 3:0 (55.) ins Tor stach. China nahm dagegen den Videobeweis wegen Behinderung, bekam aber kein Recht. Nun nahm Jamilon Mülders seine Torfrau für eine elfte chinesische Feldspielerin vom Platz. Die koreanische Schiedsrichterin nahm dann mit einer falschen Eckenentscheidung dem DHB-Team einen klaren Vorteil, da Lisa Altenburg nur noch hätte ins leere Tor einschlagen müssen. Das wäre dann aber vielleicht auch des Guten zu viel gewesen. Es blieb beim 3:0-Sieg der deutschen Auswahl.

Tore:
1:0       Marie Mävers (10.)
2:0       Marie Mävers (KE, 13.)
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3:0       Teresa Martin-Pelegrina (55.)

Ecken:
GER 4 (1 Tor) / CHN 6 (keine Tore)

Schiedsrichter:
Aleesha Unka (NZL) / Jung Hee Kim (KOR)

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