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DHB-Damen mit torlosem Remis gegen Belgien

Wechselhaftes Spiel bringt mit 0:0 den ersten Punkt beim Turnier in Terrassa

07.08.2017 - Die deutschen Hockey-Damen sind beim EM-Vorbereitungsturnier im spanischen Terrassa im zweiten Turnierspiel gegen die Belgierinnen nicht über ein torloses Unentschieden hinausgekommen. Trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten sowie einem Siebenmeter für Deutschland in der Schlussphase fielen keine Tore, sodass die DHB-Damen zwar ihren ersten Punkt bei diesem Jubiläumsturnier einfuhren, aber am Ende mit dem Ertrag nicht zufrieden waren.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Wir haben es über viele Phasen gut gemacht, haben aber immer wieder auch Phasen, in denen die eine oder andere Spielerin unbeteiligt wirkt. So haben wir Belgien immer wieder ins Spiel gebracht. Das war sicher ein Spiel, das in beide Richtungen hätte kippen können. Wir betreiben im Moment sehr großen Aufwand, haben viel Ballbesitz, aber haben dadurch eindeutig zu wenig Ertrag. Für mich war es eine Steigerung zu gestern, die Mädels haben das insgesamt gut gemacht, aber natürlich sind wir mit dem 0:0 nicht zufrieden. Das wollen wir anders spielen. Für die EM waren die beiden Spiele gegen Spanien und Belgien sehr hilfreich. Jetzt nutzen wir den einen Tag Pause und haben dann noch ein hilfreiches Spiel gegen die Niederländerinnen.“

Das deutsche Team begann enorm druckvoll, ließ Belgien zunächst überhaupt nicht ins Spiel kommen und drängte früh auf den Führungstreffer. Schon nach einer Minute gab es die erste Strafecke: Charlotte Stapenhorst bekam zwar keinen Druck hinter den Ball, doch es gab die Wiederholungsecke. Diesmal als Stecher-Variante auf Marie Mävers am rechten Pfosten gespielt, doch der Ball ging knapp vorbei (2.). Deutschland blieb klar am Drücker und bekam bald die dritte Ecke zugesprochen, die jedoch verstoppt wurde. Pia Oldhafer brachte den Ball zwar noch in den Kreis, aber aus dem Gewühl entstand keine echte Chance mehr (4.). In dieser Phase konnten sich die Belgierinnen zudem bei ihrer Torfrau bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. In den folgenden Minuten scheiterten Marie Mävers nach schönem Solo von Stapenhorst (5.) sowie Selin Oruz, Pia Oldhafer und Franzisca Hauke an Elena Sotgiu (7.), die wenig später aber ausgewechselt wurde. Erst in Überzahl nach Grüner Karte für Nina Notman konnte sich Belgien etwas befreien und selbst erste offensive Akzente setzen. In der 13. Minute die erste Ecke gegen Deutschland: Louise Versavel zielte jedoch genau auf DHB-Torhüterin Julia Ciupka, und auch der Nachschuss von Anouk Raes ging auf den Brustpanzer. Glück hatte das DHB-Team dann aber kurz vor der Viertelpause, als bei der zweiten belgischen Ecke den Flachschlenzer von Stephanie vanden Borre nur an den linken Pfosten krachte (15.).

Im zweiten Viertel ließ sich die Partie ausgeglichener an. Aussichtsreiche Kreisszenen gab es einige auf beiden Seiten. Alix Gerniers verzog nach einem Solo zu hoch (20.), Nina Notman und Pia Oldhafer vergaben kurz nacheinander für Deutschland (21.). Die dickste Chance hatte dann aber wieder Belgien. Nach einem schnellen Konter hielt Julia Ciupka erst einen Schuss vom rechten Kreisrand von Jill Boon und packte dann eine Glanzparade gegen den Nachschuss von vanden Borre von der anderen Seite aus (23.). Das deutsche Team wirkte zwar insgesamt strukturierter, doch die Konter der Belgierinnen brachten bis dahin mehr Gefahr. In der 23. Minute rettete aber die deutsche Linienspielerin gegen die Ecke von Anouk Raes. Auf der anderen Seite vertändelten die DHB-Damen ihre vierte Ecke, sodass Cecile Pieper daraus nichts mehr machen konnte (27.). Zwei Minuten später wehrte Belgiens Keeperin Aisling D’Hooge einen sehenswerten Vorhand-Schlag von Marie Mävers gefährlich ab und verursachte damit Ecke Nummer fünf für Deutschland. Diesmal war es die belgische Linienspielerin, die Nike Lorenz‘ guten Schlenzer blockte (29.). Und fast mit dem Halbzeitpfiff wehrte Julia Ciupka mit einem Reflex noch die letzte belgische Chance in der ersten Spielhälfte ab.

Die Belgierinnen überfielen das deutsche Team zu Beginn des dritten Spielabschnitts förmlich. Das Mülders-Team war noch nicht ganz sortiert, da hatte Julia Ciupka schon mehrfach und zum Teil spektakulär gegen beste Chancen von Jill Boon, Anouk Raes und Sophie Limauge halten müssen. Erst nach diesen ersten drei Minuten fing sich die DHB-Truppe wieder. Sofort beruhigte sich das Spiel und war wieder ausgeglichen. Chancen gab es bis zur letzten Viertelpause nur noch wenige, sodass es nach wie vor torlos ins Schlussviertel ging.

Es blieb eine spannende Begegnung, in der beide Teams durchaus mutig nach vorn spielten, um den möglichweise schon entscheidenden Treffer zu setzen. In der 51. Minute holte Pia Oldhafer die sechste deutsche Strafecke heraus. Die wurde zwar erneut verstoppt, aber Oldhafer holte gleich noch eine. Pia Grambusch stoppte für sich selbst, bekam den Ball dabei aber an den Fuß (52.). Belgien blieb mit Kontern gefährlich und bejubelte nach einem Schuss von der linken Seite in der 57. Minute den Führungstreffer, doch die Unparteiischen hatten zuvor eine Regelwidrigkeit erkannt und das Tor unter belgischem Protest nicht anerkannt. Deutschland nahm nun die Torhüterin vom Feld und spielte fortan in virtueller Überzahl mit Pia Grambusch als elfter Feldspielerin. Zunächst musste man zwei belgische Konter abwehren, aber nach einem Foulspiel an Marie Mävers auf der rechten Seite gab es Siebenmeter für die DHB-Damen. Nike Lorenz übernahm die Verantwortung – und jagte das Spielgerät in den spanischen Himmel (59.). Deutschland drückte weiter und bekam noch eine Strafecke. Wieder trat Lorenz an, rutschte bei ihrem Schlenzversuch aber ab (59.). Zunächst gab es noch eine Ecke, doch dann entschieden die Schiedsrichterinnen doch anders, und es gab Bully. Die letzte Chance hatte Belgien, doch der hart in den Kreis geschlagene Ball ging an der vor dem leeren Tor wartenden Spielerin vorbei (60.).

Tore: keine

Strafecken:
GER 7 (kein Tor) / BEL 3 (kein Tor)

Grüne Karten:
Nina Notman (7.), Pia-Sophie Oldhafer (40.) / Alix Gernies (36.)

Gelbe Karten:
Nike Lorenz (47. / 59.) / ---

Schiedsrichter:
Elena Eskina (RUS) / Montserrat Solorzano (ESP)

 

 

 

 

 

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