"HockeyScout-Lehrgang Beginn einer Lovestory"Nachbericht vom aktuellen Scout-Lehrgang in Böblingen

BL Halle: Spannender AdventHTHC-Damen gewinnen Nord-Topspiel knapp / MHC-Herren mit erstem Saisonsieg in Klasse-Derby

Mats Grambusch ausgezeichnetDer HONAMAS-Co-Kapitän wurde als "Player of the Tournament" geehrt

Hallen-WM: Erste AusverkäufeKeine "Best Seats"-Tageskarten mehr erhältlich an beiden Wochenend-Tagen

····

"HockeyScout-Lehrgang Beginn einer Lovestory"

Nachbericht vom aktuellen Scout-Lehrgang in Böblingen

10.06.2017 - Zum Hockey kam ich ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde. Weil mein Sohn Eishockey spielt, bestimmte mich meine Vorgesetzte in der Schule zur Leiterin der Hockey-AG. Ich hatte keinen blassen Schimmer von Feld-und Hallenhockey, aber hatte glücklicherweise einen guten Ratgeber in Form eines erfahrenen Hockeytrainers zur Seite, der mich auch dazu brachte, im Mai zum Hockey-Scout-Lehrgang des Deutschen Hockey-Bundes nach Böblingen zu reisen. Ein Hockeyscout ist in diesem Fall jemand, der mit seinem Engagement die Förderung von Hockey in Schulen und Vereinen unterstützen will. Die Teilnehmer waren Lehrer, Spielereltern, Vereinsmitglieder, die in der Nachwuchsarbeit aktiv sind oder es anstreben, in diesem Bereich Kinder auszubilden und in Arbeitsgemeinschaften Schüler für den Sport Hockey zu begeistern.

Für mich war der Hockey-Scout-Lehrgang der Beginn einer großen Lovestory.

Als ich am nach drei Tagen den Heimweg antrat, war ich nicht nur um einiges schlauer, sondern hatte selbst erlebt, wie viel Spaß dieser Sport mit sich bringt. Ich wusste danach auch, wie viele Muskeln ich hatte, von denen ich zuvor nichts geahnt hatte, und was für tolle und engagierte Menschen meine neue Begeisterung für Feld-und Hallenhockey teilen. Eine davon, Linda Sandkaulen, Referentin für Sportentwicklung vom Deutschen Hockey-Bund begrüßte uns im Mercure Hotel in Böblingen, in dem wir dank des freundlichen Einsatzes von Götz Stumpf, ehemals Vorsitzender des Württembergischen Hockey-Verbandes, drei wunderbare Lehrgangstage verbringen durften. Seminarinhalte wurden erläutert und bei der Vorstellungsrunde stellte ich mit Erleichterung fest, dass ich mit meiner Ahnungslosigkeit nicht alleine war oder zumindest viele fast genauso wenig Wissen und Erfahrung in der Vermittlung der Causa Hockey hatten.

Auf dem Programm standen informative Veranstaltungen für Vereinsmanager, wie der Einsatz von Sportassistenten (Freiwilliges-Soziales-Jahr und Bundes-Freiwilligen-Dienst) im Dienste des Vereins, Hockey im Ganztag der Schulen als Chance für die Vereinsentwicklung, Bambini-Hockeyangebote und Ideen für dessen Durchführung in Kooperation mit Kindergärten und Horten. Die finanzielle Seite der Vereinsführung wurde ebenfalls beleuchtet. Dabei gab es nachhaltige Tipps zum Management von Festen oder anderer Möglichkeiten, an Geld für den Sport zu kommen. Besonders hervorgehoben wurde die Wichtigkeit der aktiven Jugendmitarbeit im Club. Der Entwicklung der Spielfähigkeit im konzeptionellen Überblick widmete sich Iris Fischer, die auch für vier stramme Praxiseinheiten in der nahegelegenen Hermann-Raiser-Halle verantwortlich war.

Die erfahrene Pädagogin und Hockeytrainerin aus Berlin brachte uns mit tatkräftiger Unterstützung von Linda Sandkaulen und Felix Gantenbein, Referent für Sportentwicklung und außersportliche Maßnahmen der DHB Jugend, erst einmal der richtigen Schlägerhaltung und den Boden näher. Stoppen will geübt sein. Hatten wir auf legere Praxiseinheiten gesetzt, wurden wir eines Besseren belehrt. Wir durften die Praxis ganz authentisch erleben und hatten sichtlich Spaß dabei. Mit hochroten Köpfen und bereits der Ahnung des bevorstehenden Muskelkaters, aber gut gelaunt, spielten wir uns unter Iris Anleitung von einem Tag zum andern ins Reich der Hockey-Scouts. Ein bodenständiger Wissensstand an Spieltechnik für die Anleitung von Hockeykindern wurde uns in den zweieinhalb Tagen vermittelt. Ganz viele Anregungen und Ideen für die Durchführung von Hockeyeinheiten in Verein und Schule durften wir mit nach Hause nehmen. In meinem Fall nicht nur das, sondern vor allem eine noch größere Leidenschaft für Hockey oder wie ich es ganz verträumt in meine Seminarunterlagen malte: I love Hockey!

Nachtrag: weil Begeisterung ansteckend ist, konnte ich den Freundeskreis meiner Schule und meine Vorgesetzten davon überzeugen, eine neue Ausrüstung beim DHB zu bestellen - und einer Kooperation mit einem ortsansässigen Hockeyverein steht jetzt rein formell auch nichts mehr im Weg.

Christel Richarz, Heidelberg

 

 

 

 

 

Pool-Partner

 

 

 

Reise-Partner