Nachbericht: Workshop in SachsenIm Landesverband Sachsen fand ein Workshop zum Thema "Vereins-und Engagementmanagement" statt.

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Nachbericht: Workshop in Sachsen

Im Landesverband Sachsen fand ein Workshop zum Thema "Vereins-und Engagementmanagement" statt.

Was macht die ehrenamtliche Mitarbeit im Hockeyverein attraktiv? Unter welchen Voraussetzungen engagieren sich Mitglieder im Verein? Wie kann es dem  Verein gelingen neue Mitmacher zu gewinnen? Die DHB-Sportentwicklung hat ein Sechs-Phasen-Modell entwickelt, welches Vereinen bei der Gewinnung und Bindung von ehrenamtlichen Mitmachern hilft. Im Hockjey-Verband Sachsen wurde dieses Modell im Rahmen eines Seminars mit fünf Vereinen genau analysiert. Mit Hilfe verschiedener Methoden wurde das Thema Engagementförderung genauer betrachtet und praktikable Lösungen erarbeitet. Zudem gab es praktische Tipps und anwendbaren Hilfestellungen. 

Durch die einzelne Vorstellung der Phasen mit präzisen Beispielen konnte jedem der anwesenden Vereinsvertreter wichtiges Wissen über die Freiwilligenarbeit vermittelt werden.  Phase eins umfasst beispielsweise die genaue Betrachtung der Vereinsstrukturen. Die Idee eines Vereinsvertreters die Ansprache und Gewinnung von Mitmachern mit Hilfe von genauen Stellenbeschreibungen und ansprechenden Ausschreibungen unterstützen, entspricht genau der Idee. Auch für die anderen Teilnehmer war es verständlich, dass sich Interessierte ein genaues Bild von der Aufgabe machen können, wenn konkrete Angaben über die Art der Tätigkeit, die Anforderungen, den Zeitumfang und die Erwartungen veröffentlicht werden.

Mit der Gewinnung von Ehrenamtlichen ist es wie mit der Anschaffung eines Autos: nicht nur der Kauf setzt eine gewisse Vorarbeit voraus, Erhalt und Pflege sind ebenfalls sehr wichtig. Gleiches gilt für Mitmacher, die sich persönlich für den Verein einsetzen und ihre Zeit mit verantwortungsvollen und Spaß bringenden Aufgaben verbringen. Daher sollte ein neu gewonnener Mitmacher nicht durch den „Sprung ins kalte Wasser“ verärgert werden. „Das schreckt auch andere ab, wenn sie das mitbekommen“ stimmte eine Vereinsvertreterin zu.

Veränderungen sind eine Chance

„Die Mitmacher haben auch Erwartung an ihre Aufgabe, die sie befriedigt sehen möchten.“ So ein anderer Teilnehmer. Um dies sicherzustellen, hilft ein gut durchgeführtes Engagementmanagement, welches sich auch positiv auf den Ruf der Mitarbeit im Verein auswirkt. „Und wird dies von den Mitgliedern wahrgenommen, fallen die Gewinnung und der Erhalt bestimmt auch deutlich leichter“ resultierte die Gruppe.

Der Weg dorthin ist aber keineswegs innerhalb von ein paar Wochen zurück gelegt. Die Bereitschaft zur Veränderung und der Veränderungsprozess selbst bedürfen sehr viel Zeit und Geduld. Und natürlich die sichtbare gemeinsame Umsetzung und das Vorleben durch die Vereinsführung. So sind auch die Phasen 5 und 6, die sich mit dem Übergang vom scheidenden zum nächsten, neuen Mitmacher und dem Dank an den jahrelang tätigen Engagierten befassen, sehr wichtig. Eine Verabschiedung und ein Dank im entsprechenden Rahmen sollte nie vergessen werden.

Die Erfahrungen aus den Vereinen und die Statistiken stimmen überein: Vereine sehen sich mit zunehmen komplexeren Aufgaben konfrontiert, während gleichzeitig die verfügbare Zeit für ein Ehrenamt sinkt. Bei der Diskussion über das „Alte und Neue Ehrenamt“ waren sich alle einig, dass der Wandel einer Anpassung an die Veränderungen zur Folge haben muss: Engagementmanagement muss fester Bestandteil im Verein werden.

Dies bedeutet beispielsweise, dass Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden sollten. Auch zeitlich begrenzte, projektgebundene Aufgaben sprechen die Mitglieder eher an. Diese Erfahrungen hatten die Teilnehmer des Seminars bereits in ihrer Vereinsarbeit gemacht.

Der Erste Eindruck zählt

Die größten Herausforderungen für Vereine sind die Gewinnung und Bindung von Mitgliedern und ehrenamtlichen Mitmachern. Die Referentinnen gaben hier den Hinweis, dass bei der Ansprache von potentiellen neuen Mitgliedern das Auftreten und das Erscheinungsbild der erstkontaktierenden Personen (worunter AG-Leiter/in, Trainer/in, Betreuer/in, GS-Leiter/in) den ersten Eindruck bei Kindern und Eltern erzeugt. Sie sollten daher den Verein dementsprechend positiv nach außen repräsentieren (durch Vereinskleidung), freundlich auftreten und die wichtigsten Informationen über den Verein überliefern. „Besonders die Eltern der Kinder gilt es anzusprechen und zu gewinnen“ fügte einer der Vertreter hinzu.

Gestaltung der Jugendarbeit durch Juniorteams im Verein

Wibke Weisel (DHB-Jugend) versorgte die Teilnehmer noch mit Informationen zum  Einsatz von Jugendlichen als Juniorteam in der Vereinsarbeit. Ein Team um den/die Jugendsprecher/in, welches eigenverantwortlich Aufgaben im Verein übernimmt, wie beispielsweise die Mitgestaltung des Sommercamps oder die Organisation der Club Party. „Jugendliche wissen am besten, die Wünsche und Anforderungen der eigenen Zielgruppe zu gestalten“ gab Sie den Vereinsvertretern mit auf den Weg. Sind Jugendliche in das Vereinsleben mit eingebunden, prägen es nach ihren Wünschen und übernehmen eine Aufgabe. Dies stärkt gleichzeitig auch die Bindung zum Verein.

Jeder der teilgenommenen Vereine aus dem LV Sachsen befand sich bereits mit einem der Punkte auf einem sehr guten Weg. In den 1,5 Tagen haben sie Bestärkung erhalten sowie viele Informationen mit auf den Weg bekommen ihre Arbeit im Verein weiter optimieren zu können und Hilfestellungen erhalten ihre Strukturen noch weiter zu verbessern.

Das Seminar wurde durchgeführt mit Unterstützung des DOSB Innovationsfonds.

 

 

 

 

 

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